Ich weiß nicht, ob hier am Ende eine Geschichte stehen wird, ich hab schon einige Geschichten geschrieben, aber die waren halt anders. Diese Geschichte widme ich der Idee von Shinji und Kaworu, deren Beziehung auf einer anderen Ebene liegt, wo Diskussionen um Homosexualität nicht existieren, wo die Grenze zwischen Körper und Psyche nicht existiert. Wer also nichts gegen Jungs hat, die sich lieben und den beiden (Shinji und Kaworu) etwas Glück in dieser trostlosen Welt wünscht, für den ist diese Geschichte sicher was wert. Ich hab auch nix gegen feedback, aber bitte keine wüsten Beschimpfungen, falls die Geschichte eurer Meinung nach mies ist ;)

Hope, try, believe….nutze deine Möglichkeiten

-Von el_gato

- Unmöglich… es gibt einen Ort oder eine Zeit, wo dieses Wort nicht existiert. Leider hat ihn noch niemand gefunden, deshalb stoßen die Menschen immer wieder an ihre Grenzen. Aber sind Grenzen nicht dazu da, sie zu überwinden? Und sind es eigentlich immer nur die Menschen, die an diesen Grenzen scheitern? Engel- wissen sie denn schon alles…?-


Es ist dunkel draußen, durch die einsamen Straßen von Neo-Tokio 3 wandern zwei Jungen. Keiner von beiden spricht auch nur ein einziges Wort. Shinji schaut die ganze Zeit über zu Boden, er weiß nicht, was er sagen soll, er weiß ja nicht mal, was er fühlen soll!
/“Er hat einfach meine Hand genommen…es war ein schönes Gefühl, ich hab mich noch nie besser gefühlt zusammen mit jemandem. Er ist nett. Ich mag ihn. Ich mag ihn sehr…“/ Shinji hebt nun doch seinen Kopf, um Kaworu anzuschauen, der neben ihm geht. /“Er ist hübsch…“/ „Wir sind gleich da, Shinji, es wird etwas eng, ich hoffe es stört dich nicht…Shinji?“ „Wa…, äh nein, das macht nix!“ Shinji wird sich schlagartig bewusst, dass er Kaworu die ganze Zeit angestarrt hat. Kaworu schaut nun auch ihn an /“Hoffentlich hat er nicht bemerkt wie ich ihn angestarrt habe….wie peinlich! Ich benehme mich wie ein verknalltes Schulmädchen!“/ Shinji wird knallrot und starrt sofort wieder beschämt zu Boden. Kaworu muss lächeln /“Heute noch will ich vergessen, warum ich hier bin. Es ist schön einfach so die Zeit mit jemandem zu verbringen. Ich hoffe ich habe ihn nicht verschreckt, ich weiß auch nicht warum ich ihn plötzlich berühren wollte…irgendwas hat mich zu ihm gezogen.“/
Kaworu wird langsamer und macht einen Schritt nach rechts, „So, da wären wir…uff!“ Shinji, der die ganze Zeit mit gesenktem Blick neben ihm ging ist nun direkt in Kaworu reingerannt, da er dessen plötzliche Kursänderung nicht mitbekommen hat. Kaworu stolpert nach hinten gegen die Hauswand, Shinji droht der Länge nach hinzufallen, bekommt aber gerade noch Kaworu zu fassen, an den er sich klammert. Shinji wird sich seiner Lage bewusst und wird auch prompt knallrot, Kaworu zieht ihn zu sich und für einen kurzen Augenblick spürt Shinji Kaworus Atem an seiner Wange. Er hat ein Gefühl als ob sich alle Muskeln in seinem Körper gleichzeitig anspannen und er fühlt einen angenehmen Schauer seinen Rücken hinunter laufen, als Folge daraus bekommt er eine Gänsehaut. „Dir ist wohl kalt? Dann sind wir ja genau zur richtigen Zeit am Ziel angelangt. Komm schnell rein, dann wird dir wärmer.“ Kaworu, der Shinjis Gänsehaut gespürt hat zieht diesen jetzt in seine Wohnung. „Setz dich, ich mach uns mal was warmes zum trinken.“ Shinji schaut sich um, es ist sehr ordentlich in Kaworus Wohnung, fast leer. Er lässt sich auf das Sofa sinken und beobachtet Kaworu, der in der Küche rumhantiert. /“Was war das eben für ein sonderbares Gefühl? Ich hätte ihn am liebsten noch länger so nah bei mir gehabt. Ach, ich bin dumm, das wäre ihm sicher aufdringlich vorgekommen. Ist ja sowieso nicht normal, dass ich ihn so attraktiv finde. Pfff, egal jetzt, ich pfeif drauf, was normal ist und was nicht!“/ „So, da hätten wir was schönes heißes, damit wird dir sicher erstmal etwas wärmer.“ Kaworu kommt aus der Küche zurück mit zwei Tassen heißem Tee und setzt sich neben Shinji aufs Sofa. Shinji nimmt einen Schluck vom Tee /“Eigentlich ist mir gar nicht kalt, im Gegenteil.“/ Er setzt die Tasse ab und schaut zu Kaworu, der schaut gedankenverloren in seine Tasse. /“Er sieht schon ungewöhnlich aus mit den silbernen Haaren und den roten Augen, er ist ungewöhnlich….schön.“/ „Na, dir ist wohl gar nicht mehr kalt, oder magst du meinen Tee nicht?“ Kaworu schaut jetzt zu Shinji und als er bemerkt, wie dieser erschrocken zusammenfährt lächelt er, „Na, du bist nicht mehr so ganz auf der Höhe. Müde, was? Es ist ja auch schon spät, besser wir gehen ins Bett.“ Damit steht Kaworu auf und geht in Richtung Schlafraum. Shinji folgt ihm und als er in Kaworus Schlafraum anlangt bemerkt er, dass es hier wirklich eng ist. „Ich hab dich vorgewarnt, natürlich werde ich auf dem Fußboden schlafen.“ Kaworu beugt sich nach vorne, um sein Bettzeug auf den Fußboden zu verfrachten, doch Shinji hält seinen Arm fest, „Nein, ich werde auf dem Fußboden schlafen, ich will dir echt nicht zu viele Umstände machen.“ „Du machst mir doch keine Umstände, für dich schlaf ich gerne auf dem Boden.“ Shinji wird erneut rot und bemerkt erst jetzt, dass er immer noch Kaworus Arm festhält. Kaworu legt seine Hand auf Shinjis, worauf Shinji ihn sofort los lässt, doch Kaworu hält Shinjis Hand fest. Shinji wird immer heißer und er weiß gar nicht, wo er hinschauen soll, also starrt er einfach auf den Boden. Plötzlich fühlt er Kaworus andere Hand unter seinem Kinn, er hebt seinen Kopf und schaut Kaworu an. Eine Weile schauen sich die beiden nur an, dann beugt sich Kaworu nach vorne, Shinji bekommt weiche Knie, aber er wagt es nicht, sich zu bewegen. Kaworu legt seine Wange an Shinjis, dabei berühren sich ihre Oberkörper und schon wieder dieses unbeschreibliche Gefühl. Shinji bekommt erneut eine Gänsehaut. „Dir ist wohl immer noch kalt? Ich würde dich gerne wärmen, wenn ich darf. Darf ich?“ Shinji muss schlucken, er ist nahe daran ohnmächtig zu werden. „Ja, bitte…“ /“War das Gequietsche jetzt wirklich meine Stimme? Das klang ja schrecklich!“/ Aber weiter kann Shinji gar nicht denken, denn im nächsten Moment schlingt Kaworu seine Arme um ihn und umarmt ihn. Shinji weiß nicht, was er tun soll, so legt er schüchtern seine Arme um Kaworus Oberkörper. Kaworu streichelt zärtlich Shinjis Rücken, er schließt seine Augen und schmiegt seine Wange an Shinjis. /“Er ist so wunderbar angenehm, ich liebe ihn, ich wünsche mir, dass er mich auch liebt. Aber ich muss ihm weh tun, schon bald. Ich wünschte, es wäre alles anders, ich will kein Engel sein, wenn ich als Engel so grausam sein muss!“/ Seufzend löst Kaworu die Umarmung und schaut Shinji an, dieser schaut unsicher zu Kaworu auf und wird rot. „Sehr gut hab ich dich nicht gewärmt, jetzt zitterst du sogar.“ Shinji protestiert „Nein, das ist es nicht…“ Kaworu lächelt, „Das ist schön, lass uns jetzt trotzdem ins Bett gehen. Und du bist dir sicher, dass du auf dem Boden schlafen willst?“ „Ja, da bin ich mir sicher!“ „Okay, wie du willst, dann zieh ich mich jetzt mal um.“ Mit diesen Worten öffnet Kaworu die Knöpfe von seinem Hemd. Shinji wird rot und schaut beschämt zu Boden /“Was ist los mit mir? Ich hab schon tausend mal zugesehen wie sich einer von meinen Freunden umgezogen hat, warum muss ich mich jetzt so bescheuert aufführen?!“/ „Ähm, ja das werde ich auch machen.“ Mit diesen Worten schlüpft Shinji schnell aus seinen Klamotten und zieht sich hastig sein Schlafzeug an, um danach sofort unter die Bettdecke zu krabbeln. Kaworu, der sich wesentlich mehr Zeit mit dem Umziehen lässt schaut ihm dabei zu und lächelt, /“Er ist irgendwie süß, so schüchtern und verunsichert. Ich würde ihm gerne seine Unsicherheit nehmen, er muss doch keine Angst vor mir haben, oder doch?“/ Beide liegen nun in ihren Betten, aber keiner von beiden kann schlafen. Schließlich bricht Kaworu das Schweigen, er dreht sich auf die Seite und schaut zu Shinji nach unten, „Kannst du auch nicht schlafen?“ „Nein.“ „Sollen wir uns noch ein bisschen unterhalten?“ „Ja, keine schlechte Idee, erzähl mir mehr über dich. Wo du her kommst und wer deine Eltern sind..:“ Kaworu muss schlucken, „Ich glaube es ist besser, wenn du beginnst mit erzählen.“ „Hm…wie du meinst. Viel hab ich nicht zu sagen, meine Mutter ist tot, meinem Vater bin ich egal und der Rest der Leute, die ich kenne interessiert sich nicht für meine Gefühle. Ich muss immer nur machen, was sie wollen, ich habe eine große Verantwortung sagen sie. Ich mag diese Verantwortung nicht, ich mag nicht, wie sie mich behandeln, ich glaube langsam selbst, dass ich es nicht wert bin, besser behandelt zu werden.“ Shinji verstummt plötzlich, soviel von seinen Gedanken und Gefühlen hat er noch nie jemandem preis gegeben. Verunsichert schaut er zu Kaworu und merkt, dass dieser ihn die ganze Zeit angesehen hat. Shinji wird rot und muss schlucken, „Sorry, wenn ich dich mit meinen Problemen belaste..“ „Nein, das tust du nicht, ich höre dir gerne zu und ich möchte dir helfen. Ich glaube nämlich nicht, dass du es nicht wert bist gut behandelt zu werden.“ Mit diesen Worten streckt Kaworu seine Hand aus und streichelt Shinjis Wange, dieser schließt die Augen und kämpft mit seinen Emotionen. Langsam rinnen ihm Tränen die Wangen hinunter und er unterdrückt einen Schluchzer. Kaworu steigt aus seinem Bett und legt sich neben ihn auf den Fußboden, er streichelt weiter Shinjis Wange und wischt ihm die Tränen von den Wangen. „So verletzlich bist du, dass du dich nicht traust, deine Gefühle zu zeigen. Es tut weh zu sehen, wie sich jemand mit so einer wundervollen Seele vor der Welt verschließt. Ich bin glücklich, dass ich teilhaben kann an deinen Gefühlen, ich habe auch Gefühle für dich, Shinji…“ mit diesen Worten beugt sich Kaworu zu Shinji hinunter und küsst ihm zärtlich die Tränen von den Wangen. Er legt seine Stirn an Shinjis und flüstert kaum hörbar: „Ich liebe dich, Shinji, deshalb bin ich hier, ich will dir zeigen, wie wertvoll du bist.“ Shinji öffnet seine Augen und schaut direkt in die von Kaworu, durch einen Tränenschleier sieht er, wie dieser ihn verliebt ansieht. Shinji wischt sich die Tränen aus den Augen und fährt mit seinen Fingern vorsichtig durch Kaworus Haar, es fühlt sich weich und angenehm an. Kaworu beugt sich weiter zu ihm hinunter, ihre Lippen berühren sich ganz flüchtig, Kaworus Lippen sind warm und geschmeidig. Für Sekunden, die Shinji wie eine Ewigkeit vorkommen sind ihre Lippen nur Millimeter voneinander entfernt, Shinji spürt Kaworus warmen Atem. Shinji streckt seine Hand aus und streichelt Kaworus Wange, dieser lehnt sich ein bisschen gegen Shinjis Handfläche bevor er sich erneut zu Shinji beugt und vorsichtig Shinjis Lippen berührt. Shinji erwidert die Bewegung und beide versinken in einen langsamen und zärtlichen Kuss. Shinji spürt wie ihm abwechselnd warm und kalt wird, er beginnt zu zittern und klammert sich fest an Kaworu. Kaworu streichelt Shinjis Hals und fährt mit seiner Hand über dessen Schultern Richtung Brust, dort hält er inne, um Shinjis Herzschlag zu spüren. Shinji begegnet der Hand von Kaworu und streichelt sie. Nach einer Ewigkeit lösen sich ihre Lippen voneinander und Kaworu schaut Shinji in die Augen „Ich liebe dich.“ flüstert er und beugt sich erneut nach vorne, um Shinjis Hals zu küssen. Zärtlich streichelt er Shinjis Hals mit seinen Lippen, Shinji muss unwillkürlich seufzen, und fährt mit seiner Hand durch Kaworus Haar und über dessen Rücken. Kaworu streichelt nun über Shinjis Bauch und fährt unter sein T-Shirt, Shinji zupft an Kaworus T-Shirt, sodass dieser sich aufrichtet, um es auszuziehen. Shinji betrachtet ihn /“Er ist so unfassbar schön, ich hab mir noch nie so sehr gewünscht jemanden zu berühren.“/ Kaworu beugt sich wieder zu Shinji, dieser legt seine Arme um Kaworu und zieht ihn zu sich. Zärtlich küssen sie sich und Shinji streichelt vorsichtig Kaworus Oberkörper /“Seine Haut ist total weich, er fühlt sich gut an.“/ Shinji umarmt Kaworu fest und beginnt dessen Hals zu küssen. Kaworu seufzt leise und schmiegt sich nah an Shinji….
Später liegt Shinji geborgen in Kaworus Armen und spürt dessen regelmäßigen Atem. Vorsichtig kuschelt sich Shinji enger in Kaworus Umarmung /“Er hat gesagt, dass er mich liebt. In meinem ganzen Leben hab ich nicht so viel Zuneigung erfahren wie in dieser Nacht. Er ist wunderbar, ich…ich liebe ihn auch, es tut gut jemanden zu lieben. Es fühlt sich gut an, ich möchte das nie mehr hergeben!“/ Shinji küsst Kaworu zärtlich auf die Stirn, wobei dieser Shinji fest an sich zieht, seine Hand auf Shinjis Brust legt und weiter schläft. Nach wenigen Minuten ist auch Shinji fest eingeschlafen.

Wenige Stunden später stiehlt sich Kaworu aus dem Bett und verlässt leise die Wohnung. Er weiß, was er zu tun hat. Jeder Engel muss zu ihm zurückkehren, aus dem sie geboren sind. /“Bleibt mir wirklich keine andere Wahl?“/ Kaworu geht langsam Richtung NERV Hauptquartier, doch seine Schritte werden zunehmend langsamer je näher er seinem Ziel kommt. /“Ich….ich habe den Drang den jeder Engel verspürt, ich muss zu Adam, auch wenn es das Ende der Welt bedeutet. Aber Adam, er bedeutet mir nicht im geringsten so viel wie Shinji. Ich….kann nicht mehr, ich will ihn nicht verlieren, ich will dieses Gefühl bis in alle Ewigkeit genießen. Warum kann ich nicht einfach glücklich sein? Gott, warum tust du das? Darf denn keiner glücklich sein, weder die Lilim noch die Engel? Muss alles so grausam enden? Ich bin der letzte Engel, ich bin entscheidend, ich kann entscheiden, über die Zukunft der Lilim, über meine Zukunft! Und Shinji, liebt er mich noch, wenn er weiß, dass ich ein Engel bin?“/ Kaworu lehnt sich mit dem Rücken an eine Hauswand und sinkt langsam zu Boden. Er zieht die Beine an den Körper und vergräbt sein Gesicht zwischen seinen Knien. Langsam rinnen Tränen seine Wangen hinunter, er ballt seine Fäuste und beginnt zu zittern. /“Was ist los mit mir? Ich fühle mich schwach, es tut alles weh, ich….ich kann nicht mehr.“/ Kaworu sinkt langsam in sich zusammen, er liegt jetzt auf dem Rücken und schaut in den Himmel. /“Gott, ist das deine Strafe für meinen Ungehorsam? Muss ich jetzt sterben, ist das das Ende?“/ „Verdammt noch mal rede mit mir! Du Bastard, die Menschen haben ihr Leben lang an dich geglaubt, sie haben zu dir gebetet wenn sie in Not waren, warum tust du ihnen das an? Warum Shinji? Er kann nichts für die Sünden seiner Mitmenschen! DU BIST KEIN GOTT FÜR MICH!“ Kaworu schreit sich die Seele aus dem Leib, er richtet sich langsam auf, mit geballten Fäusten und am ganzen Körper zitternd richtet er seinen Blick gen Himmel und ruft noch einmal: „DU BIST NICHT MEHR MEIN GOTT!“ Plötzlich geht ein Zucken durch seinen Körper, er verdreht die Augen und krallt sich an der Hauswand fest. /“Was…was ist das? Ist das deine Antwort? Hast du nicht mehr zu bieten? Bring mich wenigstens richtig um, wenn du mich schon foltern musst!“/ Wörter blitzen in Kaworus Kopf auf: „ENGEL; LIEBE; SHINJI; ENGEL ENGEL ENGEL….“ „Nein, nein, ich will nicht länger einer deiner grausamen Diener sein, ich will kein Engel mehr sein, ich will nicht, dass ein Third Impact stattfindet, ich …..bin am Ende.“ Mit diesen Worten bricht er endgültig zusammen, schluchzend liegt er am Boden, ein Licht scheint ihn zu umgeben, als ob er von innen leuchtet. „Kaworu? Kaworu, was hast du da gerade gesagt?“ Shinji steht an der Straßenecke und starrt Kaworu mit großen Augen an. „Sag….sag, dass es nicht wahr ist. Du bist kein Engel….Kaworu?“ Kaworu hebt seinen Kopf und schaut Shinji traurig an „Doch, ich bin hier her geschickt worden um mich mit Adam zu vereinigen, um euch alle umzubringen. Ich bin grausam, ich bin ein Killer, ich bin ein skrupelloser Diener Gottes….ich“ Shinji nähert sich langsam und kniet vor Kaworu nieder „Nein, nein das bist du nicht! Du hast doch eben selbst gesagt, dass du es nicht sein willst, was du willst zählt ganz allein! Du kannst entscheiden, wie es ausgeht.“ Kaworu bringt nur noch ein Flüstern zustande, seine Augen werden trüb „Ich…ich will kein Engel sein, nein, aber wie soll ich dann noch existieren. Ich habe dein Vertrauen missbraucht, ich bin es nicht wert weiter zu leben. Du musst mich hassen, nach allem, was ich dir angetan habe. Du hast das erste mal deine Seele geöffnet und derjenige der daran teilhaben durfte ist ein Schuft, ein Betrüger….du musst mich jetzt hassen….ich….es ist vorbei….du hast deinen Frieden, das ist alles, was ich wollte. Gott hat mir meine Identität als Engel genommen, jetzt existiere ich nicht mehr, den Menschen Kaworu hat es nie gegeben, deshalb muss meine menschliche Existenz enden. Shinji, ich liebe dich, auch wenn du mich jetzt hasst.“ Entkräftet sinkt Kaworu zusammen und schließt langsam seine Augen. Shinji greift nach Kaworus Hand und streichelt sie, leise spricht er: „Nein, Kaworu, ich hasse dich nicht. Auch wenn du ein Engel bist, ich kann dich dafür nicht hassen. Du bist der wertvollste Mensch der mir je begegnet ist, ich…..ich liebe dich, ich liebe den Menschen Kaworu!“ Langsam rinnen Tränen Shinjis Wangen hinunter und landen auf Kaworus Hand, die jetzt leblos in Shinjis Hand liegt. Shinji hebt seinen Kopf und schaut in den Himmel „Hörst du, Gott oder wie du dich nennst! Ich liebe ihn, ich liebe ihn als Menschen, er ist kein Engel für mich gewesen, das war er nie, das ist er auch nicht, nachdem ich weiß, dass er tatsächlich einer war. Nur weil, du ihn geschickt hast als Engel muss er noch lange keiner sein, er hat sich doch entschieden, er will kein Engel sein! Und deswegen nimmst du ihn mir weg! Hör zu, ich liebe ihn, ich denke Liebe sei das entscheidende im Leben, was soll aus uns Menschen werden, wen wir keine Liebe mehr haben? Wenn du uns immer diejenigen, die wir lieben wegnimmst?“ Shinji beugt sich langsam zu Kaworu, er zittert als er Kaworu einen zärtlichen Kuss auf die Lippen haucht, die jetzt kalt sind, „Ich liebe dich, Kaworu, bitte lass mich nicht allein!“ Langsam legt sich Shinji neben Kaworu und schmiegt sich in dessen Arme, es wird immer kälter und Shinji schließt seine Augen /“Wenn er hier sterben muss, dann sterbe ich mit ihm, ich kann ihn doch nicht alleine lassen.“/…
„Nein, Shinji, tu das nicht!“ „Was?“ Shinji dreht sich ungläubig zu Kaworu um „Hast du was gesagt, Kaworu?“ „Ja, sonst hättest du es sicher nicht gehört, oder?“ Kaworus Augen sind geöffnet und klar, er lächelt Shinji an und streichelt dessen Wange. „Ich weiß nicht, was passiert ist, aber deine Vorstellung hier muss ihn da oben wohl sehr überzeugt haben.“ „Kaworu, ist das auch kein Traum?“ „Nein, Shinji, alles ist wirklich, was hier passiert.“ Kaworu wurde wieder ernst. „Shinji, ich hab gehört wie du gesagt hast, dass du mich liebst. Ist das wahr? Obwohl ich dein Vertrauen so sehr verletzt habe liebst du mich noch?“ „Ja, ich könnte gar nicht anders, du bist das beste, was mir in meinem ganzen Leben passiert ist.“ Kaworu sieht Shinji glücklich an, langsam richtet er sich auf, im sitzen reicht er Shinji eine Hand, als dieser sie ergreift zieht er ihn zu sich und streichelt ihm zärtlich durchs Haar. „Shinji, mit deiner Liebe hast du mich gerettet, dabei dachte ich noch vor 15 Minuten, dass ich dich retten muss. Du erstaunst mich immer wieder.“ und leise flüsternd nähert er sich Shinjis Gesicht „ Shinji….ich…brauche dich, ohne dich kann ich auf dieser Welt nicht existieren. Bist du bereit bei mir zu bleiben? Ich habe Angst Shinji, ich will dich nicht verlieren, ich will nicht noch mal einen Fehler begehen, mit dem ich dich aufs Spiel setzen würde. Ich liebe dich…..“ „Ich bin bei dir, für immer, ich lasse nichts zwischen uns kommen, nicht mal Gott kann uns jetzt noch trennen…“ „Sssshhhh….“ Kaworu legt einen Finger auf Shinjis Mund, um ihn zum schweigen zu bringen. Shinji verstummt und küsst Kaworus Finger, dieser lächelt und nähert sich Shinjis Gesicht. Langsam berühren sich ihre Lippen, Kaworus Lippen sind wieder warm, Shinji fühlt erneut das angenehme Kribbeln im ganzen Körper, seufzend schlingt er seine Arme um Kaworus Hals und rutsch auf den Knien näher an ihn heran. Langsam öffnet Shinji seinen Mund und lässt Kaworus Zunge mit seiner eigenen spielen. Shinji wird immer heißer und er schmiegt sich ganz eng an Kaworus Oberkörper. Dieser legt seine Arme um Shinjis Taille und lässt seine Hände auf Shinjis Hintern ruhen. Shinji unterbricht ihren Kuss und schaut Kaworu tief in die Augen, Kaworu schaut ihn fragend an. /“Ich will dir so nah sein wie es geht, Kaworu“/ Kaum hat Shinji diesen Gedanken gedacht steht Kaworu auf und zieht ihn mit sich, in Richtung Kaworus Wohnung. Außer Atem kommen sie dort an, Kaworu zieht Shinji zu sich aufs Bett und küsst ihn stürmisch, Shinji massiert Kaworus Schultern und zupft an dessen Hemd. Kaworu lächelt wissend und knöpft langsam sein Hemd auf. Shinji kniet sich vor ihn und hilft ihm dabei. Als Kaworus Oberkörper frei ist beginnt Shinji dessen Schultern zu küssen, dann den Hals, er knabbert an Kaworus Ohrläppchen und streichelt dessen Bauch. /“Wie wunderschön er ist, so weich und warm, allein sein Anblick macht mich schwach, aber seine Berührungen….“/ Kaworu hat nun auch Shinjis Oberteil entfernt und streichelt dessen Rücken. Langsam wandern seine Hände tiefer bis sie in Shinjis Hose gleiten. Shinji seufzt laut auf und klammert sich an Kaworu, dieser beugt sich nach vorne sodass, Shinji sich auf den Rücken legen muss. Langsam und vorsichtig öffnet Kaworu Shinjis Hose, Shinji atmet immer schwerer und beginnt zu schwitzen. Wenige Minuten und einige Handgriffe später liegen beide nackt im Bett. Kaworu liegt neben Shinji und streichelt dessen Oberkörper, Shinji streichelt Kaworus Wange während dieser sich langsam zu ihm hinunterbeugt, um ihn lange und leidenschaftlich zu küssen. Beide sind sehr bald schon außer Atem, sie schauen sich lange in die Augen und nachdem Shinji ein leichtes Nicken angedeutet hat klettert Kaworu über ihn und küsst ihn vom Hals an abwärts, Shinji schließt die Augen und krallt sich in Kaworus Haaren fest. Kurz bevor dieser zwischen seinen Beinen verschwindet richtet sich Shinji auf „Kaworu, das….das will ich jetzt nicht….du sollst auch etwas davon haben.“ Als Kaworu ihn fragend ansieht ergreift er Kaworu an den Schultern und setzt sich ihm gegenüber auf dessen Schoß. Kaworu krallt sich an Shinji fest und legt seinen Kopf auf Shinjis Schulter. „Shinji…halt mich fest…sonst heb ich ab.“ „Keine Sorge, ich lass dich nicht mehr so schnell weg“ Shinji grinst Kaworu frech an, bevor er ihm einen weiteren leidenschaftlichen Kuss gibt, einen von vielen, die sie noch austauschen würden. Langsam beginnt Shinji jeden einzelnen Zentimeter an Kaworus Oberkörper zu streicheln, dieser tut es ihm gleich und Shinji legt seinen Kopf in den Nacken, um die ganzen Gefühle, die auf ihn einströmen besser verarbeiten zu können. Als Kaworu dann noch beginnt seinen Hals zu küssen kann Shinji nicht mehr länger an sich halten, er seufzt laut, klammert sich an Kaworu und steckt seine Nase in dessen Haare. Kaworu hält Shinji fest an sich gedrückt, wobei den beiden nun schon der Schweiß den Rücken runterläuft. „Ka…..oh!“ Shinji zuckt kurz zusammen, um dann erschöpft auf Kaworus Schoß zusammenzusinken, behutsam beugt sich Kaworu nach vorne, um Shinji hinzulegen, danach leg er sich neben ihn und streichelt seine Wange. „Ich liebe dich, Shinji!“ „Ich liebe dich Kaworu, du bist wundervoll!“ Kaworu lächelt und legt seinen Kopf auf Shinjis Schulter, um gleich darauf zufrieden einzuschlafen. Diesmal, das weiß er, wird er sich nicht wieder aus dem Bett stehlen müssen, diesmal ist er endlich einfach nur der Mensch, den Shinji Ikari liebt.