Wir schreiben das Jahr 2017. Sonnenuntergang am See. Shinji und Asuka gingen den Strand langsam entlang. Sie unterhielten sich, lachten und blieben regelmäßig stehen um auf das Wasser zu schauen. Weiter weg von Strand saßen in einen Baum zwei Gestalten die sie mit Freuden beobachteten. Rei saß weiter unten als Kaworu, aber immer noch dicht neben ihn.
Kaworu: „Es schön zu sehen das sich Shinji wohl fühlt"
Rei: „Wie recht du hast"
Kaworu: „Ich würde gerne wieder mal mit Shinji sprechen."
Rei: „Wir brauchen Ikari nicht zu erscheinen. Nicht solange er uns ruft."
Kaworu: „Wie lange ist es wohl her als wir uns das letzte Mal alle zusammen sahen?"
Rei: „Das war vor 10 Monaten soweit ich weiß. Kannst du dich noch erinnern als wir in der Turnhalle der alten Schule das Beethoven Quartett gespielt haben."
Kaworu: „Ja das war ein schöner Tag. Sag mal was wollen wir machen wenn die beiden nach Hause gegangen sind."
Rei: „Wir warten natürlich bis sie wieder raus kommen und dann beobachten wir sie weiter. Wieso fragst du ?"
Kaworu: „Ach ich habe nur gedacht ob Shinji vielleicht gar nicht damit einverstanden wäre das wir ihn ständig beobachten."
Rei: „Wie kommst du denn darauf ? Er wollte doch das ihn beschützen und auf ihn aufpassen damit er nie wieder verletzt wird."
Kaworu: „Ich weiß aber das ist doch schon lange her und außerdem ist er jetzt glücklicher denn je."
Rei: „ Mag sein das du rechts hast aber was sollen wir sonst machen ? Sollen wir zu Ikari gehen und ihn fragen."
Kaworu: „Nein, wir sollten das tun was wir möchten."
Rei: „ Du meinst ganz nach unseren Willen."
Kaworu: „Genau das meine ich. Jedes Lebewesen hat einen Willen. Fragt sich nur ob er frei oder erzwungen ist."
Rei: „Ist meiner frei?"
Kaworu: „Versuch es herauszufinden."
Rei: „Wie?"
Kaworu: „Mach was du willst."
Rei: „ ... Ich möchte mich weiter mit dir unterhalten."
Kaworu: „Aber gerne. Wir sprechen ja sonst normalerweise nur über die beiden. Was möchtest du wissen?"
Rei: „ ... Was macht dein Körper?"
Kaworu: „Oh der hat sich inzwischen wieder verfestigt. Mir fällt ein dass ich dir noch nie gedankt habe. Nur wegen dir lebe ich ja wieder. Danke Rei."
Rei: „..."
Kaworu: „Was ist?"
Rei: „Ach nichts. Es war nur das erste mal das du mich nur mit meinen Vornamen
anredest."
Kaworu: „ ... und was möchtest du jetzt tun? Weiter unterhalten oder was anderes?"
Rei: „Was anderes ... Wir machen jetzt was du willst."
Kaworu: „Ich ? ... Ich will jetzt gerne singen."
Rei: „Singen? Aber ich kann nicht singen."
Kaworu: „Das ist doch ganz einfach. Pass auf ich summe jetzt eine Melodie und du machst sie mir einfach nach. Mmh mmh mmh mmh mh mmmmhh..."
Rei: „Mmh mmh mmh mmh mh mmmmhh... Was ist los? Du guckt so seltsam"
Kaworu: „Das sehe ich ja auch selten, Als du das Lied gesummt hast, hast du gelächelt. Solltest du ruhig öfters tun."
Rei: „Wenn du es möchtest."
Kaworu: „Jetzt darfst du wieder entscheiden was wir machen."
Rei: „Ich möchte jetzt gerne fliegen."
Kaworu: „Fliegen und wohin?"
Rei: „Das ist eigentlich egal, denn ich war noch nie weit von Tokyo weg."
Kaworu: „Du Rei die beiden sind weg ich sehe sie nicht mehr."
Rei: „Wahrscheinlich sind sie nach Hause gegangen."
Kaworu: „Wollen wir hinterher?"
Rei: „Nein Ikari wird uns schon rufen wenn er uns braucht. Lass uns fliegen."
Kaworu: „Ja fliegen wir der Sonne entgegen."
Rei: „Kaworu"
Kaworu: „Ja"
Rei: „Hälst du mich an der Hand fest?"
Kaworu: „Aber gern."
Rei: „Danke..."
by Jack Valentine