Dies ist keine Lemon Fic!(ich kann das einfach net schreiben^_^;)
Ach ja, ich verdiene nichts mit der Geschichte und alle Charas gehören nicht mir
sondern Gainax!(und Yoshiyuki Sadamoto)
Diese Geschichte kann sich nirgends in die Zeitlinie von NGE einreihen.
Sehr viel wird man vom Genre net merken, es ist(jetzt war) wie gesagt meine erste
Shonen Ai Fic.
Und noch was gaaaaanz wichtiges: ich liebe es, wenn ich Rückmeldungen zu meinen Geschichten bekomme!!(auch Kritik)
Mailt diese mir bitte(onegai) unter: hugasser@freesurf.ch(momentan noch)
Viel Vergnügen beim Lesen!
Shinji rannte die Strasse hinab. Schon wieder hatte er sich mit Asuka gestritten.
Misato war müde von ihrem Arbeitstag nach Hause gekommen und schlief schon.
Okay, es war auch schon 11 Uhr, aber Asuka dachte noch lange nicht ans Schlafen.
Sie zog lieber Shinji auf und der wollte sich nur einen schönen Abend vor dem Fernseher machen.
Er erinnert sich noch genau wie sie ins Wohnzimmer stampfte und sich beklagte, daß er nur zwei Packungen O-Saft gekauft hatte. Eine wurde zur Hälfte von Misato getrunken und an der zweiten Hälfte hatte sich gerade Shinji zu schaffen gemacht.
Jedoch wusste er, daß Asuka die andere Packung zusammen mit Hikari ausgetrunken hatte, es aber verheimlichen wollte.
„ Baka Shinji, kauf gefälligst mehr Saft! Ich habe wahnsinnigen Durst!!“
„ Hm?“
Er hörte gar nicht richtig zu.
„ Grrr, hör mal zu! Es ist keine Packung O- Saft mehr da!“
„ Gomen, aber ich kann nichts dafür, daß Misato die Hälfte und du die andere Packung ausgetrunken hast.“
„(Argh, dieses Gomen!)Waahaaass?! Ich soll die andere Packung ausgetrunken haben?!“ „Hai!“
„ Iiee! Das habe ich nicht! Hör auf zu lügen!“
Ohne ein weiteres Wort riß sie Shinji seine Packung aus den Händen.
„ Hey, gib sie mir zurück!“ „ Anta Baka, hübsche und nette Mädchen haben ein Vorrecht auf Getränke, kapiert?!“
Mit diesen Worten trank sie alles aus und warf die Packung achtlos zu Shinjis Füssen.
Er murmelte wütend: „ Hübsche und nette Mädchen? Wo?!“
„ Du Säufer, da war ja kaum noch was drin. Natürlich, war ja typisch für dich!“
„ Asuka, was soll das. Wieso kommst du zu mir, nur um mich aufzuziehen. Findest du das lustig?!“
„ Pah, ich verschwende doch meine wertvolle Zeit nicht mit dir. Wer möchte das schon?!“ Sie stolzierte summend aus dem Zimmer.
Das war zu viel. Shinji rannte an ihr vorbei(pass doch auf, Baka!), nahm(besser er riss)seine Jacke vom Hacken und flüchtete nach draußen.
Es hatte wieder aufgehört zu Regen. Und er aufgehört zu rennen.
Nun stolperte er durch die Strassen.
„ Eigentlich, hat sie recht. Niemand würde seine Zeit mit mir verbringen wollen!“
Die Gegend war menschenleer und nur vereinzelt traf er auf jemanden.
Dieser konnte nach Hause zu seiner Familie gehen und von ihnen begrüßt und umsorgt werden.
Shinji konnte das nicht. Wo sollte er denn hin?
Zu seinem Vater? Nein, der mochte ihn sowieso nicht.
Zu Rei? Nein, sie ist lieber alleine.
Zu Toji oder Kensuke? Nein, die würden ihn nur auslachen.
Ins Nerv HQ? Nein, er war für sie ja nur als Pilot etwas wert und würden sich nicht über seinen nächtlichen „Besuch“ freuen.
„ Mir ist kalt.“ Müde und traurig lief er nun eine halbe Stunde ohne Ziel umher. Der Kirchturm bestätigte, daß es schon 11Uhr30 war.
Er setzte sich auf eine Parkbank und zog seine Beine zu sich.
Zu Misato wollte er nicht zurück. Es wohnte ja auch noch eine zickige Mitbewohnerin da.
In Gedanken ging er noch mal alle seine Freunde durch, doch niemand, fand er,
würde ihn aufnehmen.
„ Moment, es kam doch vor 4 Tagen ein neues Children zu uns!“
Er dachte nach.
„ So übel ist er gar nicht. Er war von Anfang an nett zu mir und ich glaube er lebt allein. Soll ich vielleicht...?“
Jedoch verwarf er diesen Gedanken schnell wieder.
Er kannte ihn doch gar nicht! Wahrscheinlich war er auch lieber allein!
Zwar wohnte er in der Nähe, aber...
Ein komischer Laut riss in aus den Gedanken.
Er hatte sich nicht umgesehen, als er sich setzte. Unter ihm (unter der Bank) lag ein alter zerzauster Mann auf ein paar Zeitungen.
„ Ey, such dir was anderes! Hier bin ich schon!“
„ Gomen!“ Erschrocken sprang er von der Bank.
„ Obwohl, du kannst mir Gesellschaft leisten. Gibst bestimmt schön warm, Hä, Hä!“
„ Äh...!“ Shinji merkte rechtzeitig was der Mann von ihm wollte und rannte(wieder)weg.
„ Taskete! Nichts wie weg hier!“ Er erreichte das Ende des Parks.
„ Ist wohl besser, wenn ich doch zum Neuen geh!“
Nach kurzer Zeit stand er vor dessen Wohnungstür. Auf dem Klingelschild stand
K. Nagisa.
Zögernd klopfte er und nachdem sich nichts regte, drückte er auf die Klingel.
Endlich vernahm er hinter der Tür Geräusche und wenig später öffnete sie sich.
„ Gäääähn, oh, komban wa, Shinji- kun.“
„ O haiyo, Nagisa-kun...“
Kaworu stand in seinem Pyjama, bestehend aus einem langen T-Shirt und Boxershorts, vor ihm. Seine Haare waren zerzaust und dieses Erscheinungsbild stand im krassen Wiederspruch zu seinem sonstigen Auftreten.
„...Äh, ich weiß, ich..... statte dir zu... einem unpassenden..... Zeitpunkt einen Besuch ab, aber...ich...“ Shinji stotterte am laufenden Band und wurde immer röter. Schon die ganze Zeit fragte er sich, weshalb er das hier machte und schließlich würde er ja ohnehin abgewiesen werden.
„ Ssssst, beruhige dich Shinji, was ist los?“
Kaworu legte seine Hand auf Shinjis Wange.
„ Oh, du bist ja ganz kalt, komm rein!“
„ Ich....äh!“
Er hatte keine Zeit zum überlegen, denn sein „ Gastgeber“ schubste ihn einfach in die Wohnung.
Er führte ihn in sein Wohnzimmer.
„ Komm setz dich!“
Kaworu wies ihm einen Platz auf dem Sofa zu.
„ Äh, Arigato!“ Verwirrt ließ sich Shinji nieder.
„ So, damit du wieder auftaust, mache ich dir einen Tee, okay?“
Der grauhaarige Junge hatte seine Arme auf die Kopflehne eines Sessels gelegt und beobachtete ihn von da.
„ Ich möchte.. keine Umstände machen!“ Jetzt war Shinji noch verwirrter, denn er wurde noch nie so freundlich behandelt.
Noch nie hatte ihn jemand, weil ihm kalt war, in seine Wohnung gebracht und dann einfach so gefragt, ob er einen Tee wolle(Bei Rei war's ja irgendwie was anderes).
„ Machst du nicht! Ich finde es schön, dich hier zu haben!“ Er lächelte ihn an, jedoch nur kurz, dann drehte er sich um und lief ihn die Küche, die ans Wohnzimmer angegrenzt war.
Shinji schaute ihm nach. Er kannte ihn noch nicht mal eine Woche und trotzdem, behandelte er ihn so, als wären sie schon ewig Freunde. Er könnte das nicht und seine Mitbewohner auch nicht.
Wieso machte er das?
Er lehnte sich zurück und kuschelte sich ins Sofa.
„ Hmmm!“ Irgendwie fühlte er sich so richtig geborgen. Er schloss die Augen.
Als Kaworu zurückkam, war Shinji bereits eingeschlafen. Die Uhr an der Wand zeigte 12Uhr18 an.
„ Ha, ha, er war wohl sehr müde.“ Er schmunzelte.
„ Aber, ich kann ihn nicht hier liegen lassen.“ So beschloss er, Shinji durfte in seinem Bett schlafen und er auf dem Sofa.
„ Und was ich jetzt mit dem Tee? Wegschütten wäre Vergeudung. Ah, na klar.“
Er richtete seine Hand auf die Tasse, die er zuvor auf einem Tisch abgestellt hatte.
Seine Hand begann zu leuchten und kurze Zeit später war die Tasse von einer roten Kugel umhüllt. Auf einen telepatischen Befehl hin, flog sie in die Küche.
„ So, dann lege ich mich auch mal schlafen!“
Er stand vors Sofa und fuchtelte ein paar mal mit der Hand. Es erschienen eine Decke und ein Kissen. Bevor er sich schlafen legte, schaute er noch mal in die Richtung seines Zimmers.
„ Der sieht ja ganz niedlich aus wenn er schläft. Dieser kleine Lilim. Weshalb er wohl zu mir gekommen ist?“
Am nächsten Morgen.
„ Gääähn, hab ich gut geschlafen! Hmm, ist ja komisch, wie spät ist es denn?!“
Sein Blick wanderte auf seine Uhr(weshalb hab ich die noch an?) und er erschrak.
„Schon 10 Uhr?!“
Normalerweise musste er um 8 Uhr aufstehen, um das Frühstück(wenn sie Schule haben, das Lunch) für seine faultierhaften Mitbewohner zu richten.
Und wenn er mal verschlief, wurde er von einem lauten und durchdringenden „ Baka Shinji“ geweckt.
Doch diesmal war alles anders. Stattdessen stieg ihm der Duft von Heißem Kakao und frischen Brötchen in die Nase.
Durch die Fensterladen fielen einige Sonnenstrahlen und Shinji merkte jetzt, daß er in einem, ihm völlig unbekannten Zimmer war.(mit einer ebenfalls unbekannten Decke)
E richtete sich auf und stieg von Bett herunter. Langsam schlich er zur Tür, die einen Spalt breit geöffnet war.
„ Ich war doch gestern Abend bei...“
Er lugte um die Ecke.
„..KAWORU!!!“
„O-haiyo-gozaimasu, Ikari-kun!“
Lächelnd stand Kaworu in der Küche und begrüßte ihn.
„ O... o haiyo...“ Erstaunt richtete Shinji seinen Blick nun auf den gedeckten Frühstückstisch. Mal was anderes, sich von jemandem bedienen zu lassen.
„ Magst du das? Du warst gestern Abend so ausgehungert und da dachte ich, ich mache reichlich Frühstück. Setz dich.“
„ Wow, das ist toll! Aber das hättest du für mich nicht tun müssen!“
„ Ach i wo, schon gut.“
Er setzte sich ebenfalls.
„Itadakimasu!“
Shinji merkte erst jetzt wie hungrig er war und langte kräftig zu.
„ Weshalb bist du eigentlich gestern Abend zu mir gekommen!“
Kaworu schaute Shinji neugierig an, während er sich ein Brot strich.
„ Äh *Brothinunterschluck*...ich habe mich mit Asuka gestritten und es nicht mehr ausgehalten. Dann bin ich nach langem Herumirren zu dir gekommen.“
Er schluckte gerade sein fünftes Brot hinunter.(also ist er sehr hungrig!)
„ So, du streitest dich wohl des öfteren mit ihr, ne?“
„ Tja...“ Shinji wurde rot.
„ Aber es ist doch trotzdem schön wenn jemand bei einem ist. Dann ist man nicht einsam.“
“ Nun... sie hat zwar auch gute Seiten, nur zeigt sie die selten.
Äh.. du hast was von Einsamkeit gesagt. Du musst doch einsam sein, so alleine.“
„ Sicher, ich lebe allein, jedoch einsam bin ich nicht.“ Kaworu lächelte.
„ Nicht?“
„ Nein und jetzt sowieso nicht!“
Eine halbe Stunde später standen beide in der Küche und spülten das Geschirr ab.
Shinji bestand darauf Kaworu zu helfen, obwohl dieser das nicht für nötig empfand.
Keiner sprach etwas. Aber irgendwie war Shinji wohl dabei und mit dem Spülen konnte er sich revanchieren.
Revanchieren musste er sich gleich noch wegen etwas anderem, denn der nächste Teller, den er abtrocknen sollte, entglitt seinen Händen.
***KLIRR***
„ Oh nein, gomen, ich.. ich.. bin so ungeschickt!“
Erschrocken kniete er auf den Boden um die Scherben zu beseitigen.
„ Stopp!“
Kaworu stoppte ihn an den Schultern. „ Wie?!“
„ Nimm lieber das dazu.“
Er reichte ihm eine Schaufel und einen Wischer.
„ Sonst schneidest du dich und das wäre schlimmer als die Scherben.“
„Äh, gut.“
Vorsichtig begann er sie auf zu wischen und dann alles andere.
Der Retter seiner Finger sozusagen, beobachtete ihn die ganze Zeit.
„ Er ist so bemüht es wieder gut zu machen, dabei wäre das nicht einmal nötig.
Bei sich zu Hause muss er das wohl öfters tun.“
Shinji stellte sich in diesem Fall überhaupt nicht schusselig an.
Behutsam lehrte er die Scherben in den Abfall und schaute, daß nichts hinausfiel.
Nachdem alles entfernt war, beendeten sie ihre vorherige Aufgabe.
Shinji war noch stiller als zuvor.
„ Sag mal, willst du nicht mal anrufen. Sie machen sich doch bestimmt Sorgen.
Wenigstens Major Katsuragi.“
„ Oh stimmt! Das habe ich ganz vergessen. Es gefällt mir hier eben, da hab ich nicht an zu Hause gedacht.“
„Erinnern dich die Scherben auch an dein Daheim?“
Vergnügt bemerkte Kaworu wie Shinji wieder rot wurde.
„ Nun...eigentlich passiert mir das nie.“
„So. Okay, hier ist das Telefon. Telefonier so lang du willst. Ich lass dich jetzt allein, muss noch das Bettzeug machen.“
„ Warte, da kann ich dir he...“
Doch Kaworu hatte den Raum schon verlassen.
Shinji seufzte. Er möchte ja eigentlich gar nicht anrufen. Sie werden sicher wütend sein und was, wenn er Asuka an die Strippe bekommt?!
Hier gefiel es ihm gut. Kaworu war nett zu ihm und er fühlte sich geborgen.
„ Aber leider ist Misato meine Vorgesetzte.“
Zögern wählte er die Nummer.
Nach wenigen Sekunden wurde abgenommen und eine schrille Stimmte dröhnte an sein Ohr.
„ Hai, wer ist da? Shinji?!“
„ Ah!“
Gleich drei Schrecker auf einmal.
Asuka war in der Leitung, sie war anscheinend wütend und sie wusste das er dran war.( Oh, nein, hab ich ein Pech! *seufz*)
„ Wer schreit da so? Bist du es Shinji?!“
Okay, sie wusste es nicht...trotzdem.
„ A.. Asuka, o haiyo..”, stammelte Shinji.
“AAAH, du bist es! Baka, was soll das, wieso bist du nicht zurück gekommen?!
Misato konnte nicht schlafen- ich also auch nicht! Wo zum Geier bist du?!“
„ Gomen,( AAARGH, lass das!)ich bin bei Kaworu und...“
Weiter kam er nicht, denn im Hintergrund hörte er die Stimme von Misato.
„ Asuka, ist Shinji dran?!“
Sie klang sehr aufgeregt.
Hat sie sich etwa so grosse Sorgen gemacht? Dachte sie vielleicht sogar,
ich sei Tod?!“
„ Ja, er ist es!“
„ Schnell gib her! Shinji?!“
Sie riss Asuka den Hörer aus der Hand.
„ Ha.. hallo Misato...“
„Shinji du bist es also wirklich! Gottseidank du lebst!“
„ Hast du gedacht ich bring mich um?! Misato, das würde ich niemals tun.“
„ Nimm es nicht auf die leichte Schulter, dir hätte sonst was passieren können!
Shinji ich habe mir wahnsinnige Sorgen gemacht. Was hätte erst dein Vater gesagt, wenn du irgendwie halbtot auf der Strasse liegen würdest? Und erst die anderen?!“
Sie redete ununterbrochen weiter.
„ Wir brauchen dich! Du bist wichtig für diese Welt. Viele haben es auf dich abgesehen, weil du der Pilot von EVA 01 bist und ihn niemand sonst sofort steuern kann! Wir würden schön dumm aus der Wäsche schauen, wenn plötzlich ein Engel auftaucht und kein dritter Pilot da wäre...!“
„ Aha, du hast dir also nur Sorgen gemacht, weil ich ein EVA Pilot bin!“
„ Wie, nein!“
„ Was hast du dann eben erzählt?! Und ich dachte noch, du hast dir Sorgen um Shinji Ikari gemacht!“
„ Nein, Shi..“
Doch er knallte den Hörer(wütend) auf die Gabel.
„ Was hast du gesagt?!“
„ Ich.. ich habe doch nur gesagt, daß ich mir Sorgen gemacht habe!“
Verwirrt schaute Misato auf den Hörer in ihrer Hand.
„ Pf.. dieser Baka hat es wohl falsch aufgefasst!“
In Shinji stieg eine gewaltige Wut auf, aber auch eine ebenso grosse Traurigkeit.
„Und ich dachte noch, die machen sich Sorgen um mich! Ich hasse sie beide!“
Im Moment war er sich nicht mehr seiner Worte bewusst. Er war zu niedergeschmettert.
Er musste sich bei jemandem ausheulen. Doch was denkt Kaworu(der einzige in unmittelbarerer Reichweite)wohl, wenn ich einfach zu ihm reingehe und losheule?
Doch wieder zog es ihn zu ihm hin.(wie am letzten Abend)
Dieser war gerade fertig geworden, als sich die Zimmertüre öffnete.
„ Oh, Shinji? Was ist?!“
Verwundert drehte er sich um.
„ Ka... Kaworu!“
Shinji warf sich gegen ihn und beide fielen auf das neu gemachte Bett.
„ Shinji- kun, was hast du?“
Verwirrt legte er seine Hände auf Shinjis Rücken und drückte ihn sanft an sich.
„ I.. Ich habe angerufen und sie hat... ach Kaworu!“
Er kuschelte sich fest an den anderen Körper.
„ Ssssst, alles wird gut. Beruhige dich.“
Er flüsterte diese Worte.
Doch Shinji begann zu weinen. Immer schneller fielen die Tränen und benetzten Kaworus Hemd.
Nun umschlang der grauhaarige Junge den Körper, der sich fest an den Seinen schmiegte und begann ihn sanft zu wiegen.
„ Was haben sie gesagt? War es wieder Asuka?“
„ Auch.. aber Misato hat.. sie hat.. gesagt, daß sie sich Sorgen um mich gemacht hat, aber nur um den Piloten und nicht ... um mich selbst!“
„ Der Major, aber sie ist doch deine Vorgesetzte, das würde sie niemals sagen.“
„ Sie hat es gesagt ... sie mag mich nicht ...niemand mag mich.“
Die letzten Worte hatte er leise vor sich hingemurmelt, Kaworu jedoch verstand sie.
„ Das ist nicht war!“, er wurde lauter, „ Das bildest du dir ein! Dich mögen viele, ich zum Beispiel!“
Nun hatte er aufgehört, Shinji zu wiegen.
„ Wie?! Da bist du aber der einzige.“
„ Nein! Denk doch mal an Toji, Kensuke, Hikari, Rei, Ritsuko und die anderen von Nerv.“
Shinjis Tränen hörten auf zu fallen. „ Hat er recht? Ach was!“
„ Quatsch, die mögen mich nur als Pilot. Ich bin denen so egal!“
Kaworu verdrehte die Augen und dachte: „ Du meine Güte, ist der stur!“
„ Du weißt selber daß, das nicht stimmt. Flieh nicht vor der Wahrheit!“
„ Die Wahrheit? Mir ist sie bewusst!“
„ Nein, eben nicht!“ Er lächelte Shinji an.
Dieser blickte mit verweinten Augen auf. „ Wie kann er jetzt nur lächeln?!“
„ Du weißt genau sie mögen dich. Genau zeigen können sie dir das ja nicht, da du dich immer verschlossen hälst!“, und in Gedanken fügte er hinzu, „ verstehst du es endlich, kleiner Baka?!“
„ Tue ich das?! Ich mag den Kontakt mit anderen nicht! Es ist besser, ich verschließe mein Herz! Wenn ich tiefere Gefühle für jemand entwickle, dann könnten sie mich verletzen und...ich schütze mich nur!“
Shinjis Tränen wurden weniger.
„ Aber genau das ist es doch. Du hälst dich verschlossen, weil du denkst, man verletzt dich. Aber hast du auch mal an die schönen Seiten einer Beziehung gedacht? Nicht jeder, nein so gut wie überhaupt niemand, verletzt dich. Sie mögen zwar manchmal grob sein, sie mögen dich aber dennoch!“
Shinji hörte erstaunt zu. Aus Kaworu brach ein richtiger Redeschwall aus, wie zuvor aus Misato. Doch die Worte seines Freundes beruhigten ihn. Er schloss seine Augen und hörte zu, während er ganz aufgehört hat zu weinen.
„ ...und du magst es nicht wenn man dich berührt, oder?! Stimmt das wirklich, ich meine so wie du dich an mir festklammerst?!“
„ Nani?!“
Shinji öffnete die Augen.
Er merkte, daß er doch ziemlich eng „an“ Kaworu lag.
Seine Arme hatte er um dessen Hals gelegt, sein Kopf auf dessen Brust, sein Körper eng am anderen und seine Beine hatte sich in Kaworus verschlungen.
„ Uaah! Gomen!“ Er wollte(mit einem hochroten Kopf) aufspringen, doch die Arme seines Nachbars die um seinen Körper geschlungen waren, hinderten ihn daran.
„ Wieso entschuldigst du dich?! Ich mag deine Nähe!“ Er lächelte.
Shinjis Kopf wurde noch röter. Ihm war Kaworus Nähe auch nicht unangenehm.
Er mochte es sogar.
„ Wirklich?!“ Er sah in die rubinroten Augen seinen Gegenübers.
„ Jep Shinji- kun und wahrscheinlich bin ich nicht die einzige Person mit dieser Behauptung!“
„ Das ...ist nett von dir, aber ich glaube das du der einzige bist der mich gern bei sich hat.“
„ Aaach, hör auf!“, er lachte nun, „ Das tut ja weh, wie du dich selbst niedermachst!
Aber glaub was du willst, doch dir kann eins sicher sein! Ich mag dich jedenfalls sehr und das wird auch so bleiben!“
Mit diesen Worten richtete er seinen Kopf auf und gab dem erstaunten Shinji einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze.
Die Röte von Shinjis Kopf hätte garantiert „oberstes Feuerwehrrot“ erreicht, gäbe es eine Skala für Errötungen.
Kaworu stieß ihn sanft von sich. Dieser war noch ganz gelähmt.
Es war nur eine kurze Berührung, dennoch hatte sie in Shinji einige Gefühle wachgerufen.
Die Stimme seines Freundes weckte ihn wieder.
„ Och nö, jetzt kann ich wieder von vorn anfangen!“(Von wegen! Ein paar mal mit den Händen gefuchtelt, schon ist wieder alles her gerichtet! /Faulpelz/ -_-)
„ Äh, äh.... also...“
Er schaute beschämt zu Boden
Kaworu drehte sich lächelnd um. Ihm schien es nicht peinlich zu sein.
„ Nanu, wo bleibt denn dein berühmtes Gomen?!“
„ Schluß!“
Misato knallte eine halbvolle Dose Bier auf den Tisch.
„ Wir können hier nicht rumsitzen und hoffen daß Shinji zurück kommt.
Wir holen ihn selber zurück!“
„ Wie, was meinst du mit wir?!“
Asuka saß vor dem Fernseher und blickte genervt zu dem Major hin.
„ Ich geh ihn bestimmt nicht hohlen.“
„ Doch du kommst mit, denn ich glaube, du bist nicht ganz unschuldig, was Shinjis Ausreißen betrifft!“
„ Hmpf, er hat angefangen!“
Plötzlich schrie Misato auf.
„ Oh nein!!!“
„ Was is` jetzt wieder los?!“ Asuka schaute wieder zurück.
„ Ich weiß ja gar nicht wo er ist!“
„ Typisch, aber du kannst von Glück reden, daß ich hier bin. Ich weiß wo er sich befindet!“
„ Was, woher denn?!“ Jetzt blickte sie verwirrt zurück.
„ Der Baka hat es mir gesagt, bevor du mir den Hörer aus der Hand gerissen hast.“
„ Das ist ja supi! Wo ist er?!“
„ Beim Fifth! Scheint wohl sein neuer Freund zu sein!“
„ Bei Kaworu also, okay lass und gehen!“
„ Du gehst allein!“
„ Chigaimasu! Du kommst mit, meine Liebe!“
Sie schnappte sich Asuka und schubste sie zur Tür.
„ Grrrr, ich bleib aber im Auto!“
Wütend schnürte sich das rotblonde Mädchen ihre Schuhe zu.
„ Was ist so schlimm daran, ich verstehe dich nicht!“
Sie gingen zu Misatos Wagen und Asuka setzte sich in die hintere Reihe.
(Der Baka kann ja neben dir sitzen, so kann ich sehen was er macht!)
Sie wollte sich gerade angurten als sie ein lautes „ Oh nein“ aufschreckte.
„ Was ist jetzt wieder los. Nein, lass mich raten. Der Weltuntergang hat begonnen!“
„ Ich habe vergessen mein Bier auszutrinken, es steht noch auf dem Tisch. In der Hitze wird es garantiert schlecht. Wenn ich an die ganze Köstlichkeit denke! Ich muss es hohlen!“ Misato sprang hinaus und eilte zurück.
„ Und so verhält sich jemand der beinahe 30 Jahre alt ist?! Wieso lebe ich nur bei solchen Leuten?!“
Eine Stunde später spazierten Shinji und Kaworu an der Strandpromenade entlang.
Shinjis Rot war wieder verbleicht und er konnte sich nach der Sache im Schlafzimmer wieder fassen.
Kaworu schlug vor, ihn nach Hause zu bringen und er willigte zögernd ein.
Er wäre gern noch länger geblieben, aber er konnte seinem Freund nicht länger zur Last fallen und außerdem hatte er sich vorgenommen, bei sich zu Hause Asuka und Misato einfach zu ignorieren.
„ So kann mir egal sein, was sie über mich denken.“
„ Hast du etwas gesagt Shinji- kun?“
Shinji hatte den Satz vor sich hingemurmelt, jedoch ein bisschen zu laut.
„ Äh, nein nichts!“
Kaworu blieb stehen und schaute auf das Meer hinaus.
Auch sein Begleiter blieb stehen.
Kurz blickte Shinji zu Kaworu hin.
Dieser schien die ganze Atmosphäre zu genießen.
„ Ihm gefällt es anscheinend hier. Sicher nicht wegen seinem Namen. Er scheint wirklich nie traurig oder einsam zu sein. Er ist so ganz anders.“
Nun ließ auch er seinen Blick in die Ferne schweifen.
Es war noch nicht so spät, erst 15 Uhr und am Himmel kreisten Möwen.
„ Gefällt es dir hier?“, fragte Kaworu ohne seinen Blick abzuwenden.
„ Hai, es ist schön hier! Kommst du oft hierher?“
„ Ja, fast immer wenn die Synchronteste vorbei sind. Vor allem am Abend sieht das Meer wunderschön aus. Dann läßt der Sonnenuntergang es orange und rot schimmern. Und... Oh, ich langweile dich sicher mit meinem Gerede!“
„ Nein, nein, schon gut! Ich höre gerne zu!“ Jetzt lächelte Shinji.
„ So, aber du hast doch auch viel zu erzählen. Nun höre ich dir mal zu.“
Kaworu schaute wieder ihn Shinjis Richtung.
„ Äh, ich habe nicht viel über das ich reden kann, Gomen.“
Er senkte beschämt seinen Kopf.
„ Nein, komm schon!“
Kaworu griff nach dessen Händen, zog diese zu sich und hielt sie fest.
„ Ah!“ Erschrocken richtete er seinen Kopf wieder auf.
„ Oh, Entschuldige! Ich lass wieder los!“
„ Schon gut, ich hab mich nur erschrocken.“
Er entzog seine Hände Kaworus Griff.
„ Obwohl ich der einzige in der Umgebung bin?!“
„ Nun...“
„ Reden wir nicht mehr drüber und gehen weiter. Wir wollten dich ja nach Hause bringen!“
Kaworu wandte sich zum Gehen um, doch nun hielt ihn Shinji fest.
„ Was ist Shinji- kun?!“
Er sah ihm fragend ins Gesicht.
„ ... Arigato, Kaworu- kun.”
Shinji ging einen Schritt auf ihn zu und umarmte ihn, obwohl ihm etwas mulmig war.
Auch war er sich sicher, daß sein Kopf garantiert wieder rot angelaufen war.
„ Wieso denn? Weil wir jetzt weitergehen?!“
Kaworu erwiderte die Umarmung.
„ Nein, Baka!“, Shinji lachte plötzlich, „ Und jetzt frag nicht mehr wieso, wir wollten doch weiter gehen?!“
Ohne weiteres löste er sich und zog seinen Freund am Handgelenk fort.
„ Okay, gehen wir!“ Auch Kaworu fing an zu lachen und rannte hinter Shinji her.
„ AAAAH, wenn ich diesen Kerl in die Finger kriege dann....!“
„Welchen meinst du?!“
Asuka und Misato standen vor Kaworus Wohnungstür.
„ Eigentlich könnte ich beide killen! Wir (wir?! Wolltest du vor einer halben Stunde nicht lieber vor der Glotze hocken und Chips futter?!) wollen den Baka holen, fahren hierher, aber niemand ist hier, ich könnte platzen!“
„ Beruhige dich, vielleicht sind sie spazieren gegangen und wir haben sie verpasst!“
„ Hättest du dir das nicht früher denken können?! Ich wollte von Anfang an nicht mitkommen!“(eben doch!)
„ Dann warten wir eben draußen!“
Misato stieß das hitzige Mädchen in Richtung Treppe.
Dieses wollte soeben mit einem gezielten Schlag die Haustür in die ewigen Jagdgründe schicken.
„ Weißt du was, wir gehen in Cafe und trinken etwas, während wir warten!“
Der Major versuchte Asuka aufzuheitern, die mürrisch und mit verschränkten Armen neben ihr herlief.
„ Grrrr, von mir aus *knirsch*.“
„ Oh je, die hat mal wieder eine Laune.“
Misato seufzte und sah sich nach einem geeigneten Cafe um.
Zwei Blöcke weiter, wurde sie fündig.
Sie setzten sich auf den Platz, von dem man die beste Übersicht auf Kaworus Wohnblock hatte.
„ Also, was nimmst du?!“
Misato hatte ihre Wahl schon getroffen und was es ist, braucht nun wirklich nicht erklärt zu werden!(sollte ja klar sein ^_^;)
„ Ich nehme eine Cola!“
Asuka hatte sich hinter ihrer Getränkekarte verschanzt.
Auch als ihr Gegenüber die Bestellung aufgab, kam sie nicht hervor.
Erst als der Kellner sie überreden konnte(sie bekommt eine Cola gratis)setzte sie sich wieder normal hin.
„ Beruhig dich wieder, so schlimm ist es doch gar nicht!“
„ Du hast keine Ahnung! Immer vermiest mir der Baka mein Leben. Bescheuerter Tag heute!“
Der Kellner brachte die drei Getränke.
Immer noch wütend nippte Asuka an den Strohhalmen, die sie in beide Gläser gestellt hatte.
Misato hatte sich zurückgelehnt, trank eifrig ihr Bier (Bingo!) und warf ein wachsames Auge auf die andere Straßenseite.
Auch nach 10 Minuten erhellte sich Asukas Mine nicht.
Doch als eine, ihr wohlbekannte Stimme, an ihr Ohr dröhnte sprang sie auf.
„ Konnichiwa, ihr Hübschen! Na gönnt ihr euch einen Drink?!“
„ Kaji!!“
Wie umgewandelt fiel Asuka ihm um den Hals und strahlte ihn an.
Im Gegensatz zu Misato. Die machte einen gequälten Gesichtsausdruck.
„ Hallo Asuka- san, wie geht's?!“
„ Jetzt super!“
„ Und dir Misato- san?!“ Er schaute zu ihr.
„ Gut, danke.“
„ Oh, Kaji!“, Asuka zerrte ihn zu ihrem Tisch, „ Trink doch etwas mit uns!“
„ Gerne! Bist du einverstanden, Misato!“
„ Ja, ja.“ Sie wandte sich ab und starrte noch intensiver auf den Häuserblock.
Auch Kaji bestellte etwas zu trinken und für Asuka war dieser Tag schlagartig einer der schönsten in ihrem Leben. Die ganze Zeit lachte sie Kaji an.
„ Sag mal Asuka, wieso schaut sie *aufMisatozeig* die ganze Zeit dieses Haus an?!“
„ Ach, der eigentliche Grund weshalb wir sind ist, wir wollten Shinji abholen.
Dieser ist bei Kaworu und der wohnt dort. Aber als wir kamen, waren sie nicht da, also sind wir etwas trinken gegangen.“
In Gedanken fügte sie hinzu: „ Und Shinji habe ich jetzt verziehen, daß er nicht da war, dann ansonsten hätte ich Kaji nicht getroffen! Einmal ist er zu was gut!“
„ Ihr wartet also auf die beiden? Ich habe sie gesehen, sie sind an der Strandpromenade entlang gelaufen.“
„ Was?!“ Misato wirbelte herum.
„ Ja, wahrscheinlich bringt Kaworu Shinji nach Hause!“
„ Was sitzen wir dann noch hier?!“
Sie sprang auf.
„ Komm Asuka!“
„ Muss ich!(Misato: „ Ja!“) Ähm, Kaji- san, kommst du auch mit?!“ Asuka schaute ihn hoffnungsvoll an.
„ Wenn es erlaubt ist!“ Er schwenkte seinen Blick zu Misato.
„ Von mir aus!“
Die Drei rannten zum Wagen, den der Major vor dem Wohnblock geparkt hatte.
Auf halben Weg ertönte wieder das wohlbekannte „ Oh nein“.
Kaji erschreckte sich richtig, während Asuka nur genervt stehen blieb,
„ Was?!“
„ Ich habe vergessen zu bezahlen!“
Kaworu und Shinji waren inzwischen beim Misatos Wohnung angekommen.
Es war ungewöhnlich still.
„ Wahrscheinlich sind sie weggegangen.“
Sie durchsuchten alles, aber das einzige das sie fanden, war dreckiges Geschirr, woraus die beiden schließen konnten, das die zwei Damen sich nicht die Mühe gemacht haben, abzuwaschen.
Pen Pen fanden sie schlafend auf dem Sofa und der Fernseher war angeschaltet.
Da der Pinguin nicht gerade das ordentlichste Tier war, was Fressen betraf, lagen um ihn herum unzählige Fischskelette und leere Bierdosen.(zum Glück ist er wenigstens Stubenrein ^_^;)
„ Oh je, da kommt wieder Arbeit auf mich zu!“, stöhnte Shinji.
„ Soll ich dir helfen?!“
Kaworu stand auf dem Balkon.
„ Nein, nein, das ist nicht nötig! Ich mach das schon! Du kannst ja ein bisschen fernsehen!“, erwiderte Shinji. Er wollte das sein Freund noch ein bisschen blieb.
Dieser ließ seinen Blick über die Stadt gleiten. Sie leistete Widerstand gegen ihre Feinde, doch viele Häuser wurden bereits zerstört. Er selbst gehörte zu den Gegner und kam getarnt als Fifth Children zu Nerv. Doch immer mehr zweifelte er an seiner Aufgabe, diese Organisation anzugreifen, und fragte sich, ob er sie nicht einfach vergessen konnte. Ein ganz normales Menschenleben führen. Vielleicht sogar Gefühle wie Freundschaft, Vertrauen oder sogar.... Er drehte sich zu Shinji, um der den vergessenen Abwasch machte.
...vielleicht sogar Liebe entwickeln! Jedoch verwarf er diese Gedanken schnell und drehte sich wieder um.
„ Ich und ein Lilim? Das geht nicht!“
Als Shinji fertig war, leistete er Kaworu Gesellschaft, der immer noch auf dem Balkon stand.
„ Schöne Aussicht, ne?!“
„ Hm, Hm, ja. Schön habt ihr es hier.“
„ Wo die anderen wohl sind?!“ Shinji legte seine Arme übers Geländer.
„ Machst du dir Sorgen, Shinji- kun?!“
„ Wie, nun ja...“
„ Siehste, du hasst sie doch nicht!“
„ Tja..!“
„ Weißt du was, wir gehen noch was trinken bis sie kommen! Nur hier rumstehen ist langweilig!“
„ Okay. Aber du bist vorher doch die ganze Zeit nur hier gestanden.“
„ Schon, aber jetzt sind wir zu zweit und da kann man noch andere Sachen machen!“
Er lächelte Shinji an. Dieser wurde wieder rot. Ganz vergessen, hatte er die Sache im Schlafzimmer nämlich noch nicht.
„ AAAARGH! Sie sind nicht hier, auf dich hätte ich mich nicht verlassen sollen!!“
Misato stand wütend in ihrer Wohnung.
„ Tut mir leid, aber ich war mir ziemlich sicher daß...!“
„ Ruhe!“
Asuka beschützte Kaji, der verzweifelt versuchte sich zu verteidigen
„ Ach Misato, sei nicht so. Er konnte es ja nicht wissen!
Außerdem, sie dich mal um! Er war hier und hat aufgeräumt!“
(Asuka denkend: Noch etwas, wozu er gut ist!)
„ Wahrscheinlich ist er noch mal kurz hinausgegangen!“
Kaji hatte sich hinter dem rothaarigen Mädchen verschanzt und blickte
Ängstlich zu Misato.
Er kannte ihre Wutausbrüche zur Genüge und wußte, wenn man besser in
Deckung gehen sollte.
„ Grrrr *zähneknirsch* und was sollen wir jetzt machen?!“
„ Warten!“, riefen Kaji und Asuka in Stereo.
„ Glaubst du sie sind wieder zurück! Wir sollten nachsehen!“
„ Hm, jetzt schon?!“
Shinji hatte sich im Stuhl zurückgelegt und genoss die Abendsonne.
„ Die gefällt es hier wohl auch, ne? So wie du da sitzt!“
Kaworu saß an der anderen Tischseite.
„ Hai!“ Shinji hatte das Gefühl er könnte hier alles vergessen. Alles Leid das ihm wiederfahren war, die ganzen Ängste, den Druck EVA Pilot zu sein.....
Es war angenehm warm und man hörte in der Umgebung nur die Zikaden.
(Anm.d.A: Das erinnert mich an einen Satz, der in einem EVA Manga stand ^_^.)
Sie hatten sich ein Cafe etwas außerhalb gesucht.
In letzter Zeit ging die Sonne früher unter. Sie ließ das Meer in einem orangeroten Licht schimmern. Das gefiel Shinji.
Den Sonnenuntergang sah er oft vom Balkon des Apartments aus, aber noch nie weckte er solche Glücksgefühle in ihm.
Und das noch jemand bei ihm war, vor allem Kaworu, gefiel ihm noch mehr.
In dessen Gegenwart fühlte er sich, hat er mittlerweile festgestellt, ohnehin wohl.
Er hatte sich gefreut als bekannt wurde das ein neues Children zur Verstärkung kommen würde. Zwar hegte er wieder den Gedanken, das er von ihm eh abgewiesen werden würde, jedoch Kaworu war von Anfang an nett zu ihm.
Wieso eigentlich?
„ Ähm du Kaworu..“ Er blickte schüchtern zu ihm hinüber.
„ Was ist denn, Ikari- kun?“
„ Nun.. nun ja wieso bist du eigentlich so freundlich zu mir, nicht daß mir das nicht gefällt, aber so nett hat mich noch nie jemand behandelt.“
Kaworu war zuerst ein bisschen überrascht, lächelte aber dann.
„ Ganz einfach, weil ich dich mag! Das weißt du doch!“
„ Ja stimmt, Gomen!“
„ Und schon wieder!“
„ Wie?!“, fragte Shinji, als sein Gegenüber die Augen verdrehte.
„ Du hast dich wieder für nichts entschuldigt!“
„ Go...*mpf*“
„ Ich warne dich!“
Kaworu zog seinen Freund an der einten Schulter zu sich und hielt ihm den Mund zu.
„ So, wir sollten jetzt wirklich gehen!“
Er sah aber den traurigen Blick seines Freundes, der überhaupt noch nicht vorhatte
zu gehen.
„ Weißt du was Shinji- kun, den Sonnenuntergang sehen wir uns irgendeinmal gemeinsam an Strand an! Versprochen!“
Mit diesen Worten ließ er los.
„ Mmmmh, okay!“
Sie bezahlten und gingen zurück.
Zu Shinjis Missfallen nicht am Strand entlang, sondern quer durch Neo Tokio 3.
Es war ziemlich ruhig. Manchmal fuhren ein paar Autos vorbei und ein paar Leute kreuzten ihren Weg, doch ansonsten war es wie ausgestorben. Sie nahmen die Abkürzung durch ein paar Viertel. Die meisten Wohnungen waren verlassen worden, seit der Kampf mit den Engeln begann.
Da hier die Sonne nur schwach durchkam, war es schon dunkel.
Shinji schauderte es. Er mochte das nicht. Seinem Begleiter schien es nichts auszumachen. Er ging nur schweigend neben ihm her.
Plötzlich kam ein lautes Krachen aus einer Ecke.
„ Uaah!“ Shinji erschrak heftig und warf sich auf Kaworu. Dieser fiel nach hinten und landete unsanft am Boden.
„ Wird das bei dir zur Gewohnheit?!“
Der braunhaarige Junge zitterte und gab keine Antwort.
„ Was hast du?!“
Kaworu schaute ihn besorgt an. Ein weiteres Scheppern ließ ihn aufblicken.(und Shinji zusammenzucken!)
Das Krachen vorhin war ihm zwar auch aufgefallen, er hatte aber nicht darauf reagiert.
Aus der Ecke kroch eine Straßenkatze. Im Maul hatte sie eine vergammelte Mütze.
„ Hahaha, du hattest Angst vor einer Katze?!“
Sein Freund schaute jetzt auch auf und errötete.
„ Mach dich nicht lustig über mich!“
„ Schon gut, tut mir leid!“
„ Gut!“ Shinjis Gesicht nahm langsam wieder seine sonstige Gesichtsfarbe an. (Könnte auch rot sein, so oft wie der errötet. ^_^)
Doch im nächsten Augenblick erstrahlte seine Birne wieder feuerrot.
Er wollte aus einer Position aufstehen, die sein Herz zum Rasen brachte.
Wie vorher im Schlafzimmer hatte er sich eng an seinen Nachbar geschmiegt.
Seine Arme fanden erneut den Weg zu Kaworus Hals und umschlangen diesen.
Sein Unterköper ruhte auf dessen Becken und seine Beine drückten ihn an sich
Er berührte mit seinem Hinterteil den Boden, da Kaworu ebenfalls mit geöffneten Beinen vor ihm saß.
„ Scheinst mich ja echt zu mögen. Du klammerst dich schon wieder an mich!“
„... G... gomen!“ Shinji rührte sich nicht. Einerseits war er geschockt, daß er schon wieder so nahe bei jemanden war und andererseits genoss er dieses Gefühl. Es sollte noch andauern. Sein Gegenüber strömte eine angenehme Wärme aus, in der er sich geborgen fühlte.
Doch auch Kaworu rührte sich nicht mehr, sondern drückte Shinji nur behutsam an sich.
Nun ruhte Shinjis Kopf auf Kaworus Schulter. Der braunhaarige Junge schloss die Augen und kuschelte sich an den anderen Körper. Er vergaß wie „komisch“ er auf seinem Freund lag, wollte einfach so bleiben.
Seltsam mag es für einen Passant ausgesehen haben, aber es laufen hier ja so schrecklich viele Leute durch.
Plötzlich ließ Kaworus Druck nach und er stieß Shinji sanft von sich.
„ Was ist?!“ Dieser schaute verwundert und ein bisschen traurig drein.
„ Wir sollten weiter gehen, es ist ungemütlich hier.“ Mit diesen Worten versuchte er aufzustehen, jedoch konnte er das nicht, da Shinjis Beine und Arme ihn immer noch umklammerten.
„ Ich will noch nicht!“ Er zog sich wieder an Kaworus Körper. Dieser musste lächeln.
„ Wir müssen, hast du vergessen, daß wir dich zu deinen Mitbewohner bringen wollten?!“ Er konnte dies nicht ernst genug aussprechen, da er Shinji am liebsten wieder in die Arme geschlossen hätte.
„ Das kann warten!“
„ So leid es mir tut, aber wir gehen jetzt!“
Kaworu fragte sich immer mehr, weshalb er nicht zu seinen Gefühlen stehen konnte. Er würde es sich jetzt auch am liebsten mit Shinji gemütlich machen, als ihn nach Hause zu bringen. Aber er war nun mal kein Mensch und so eine Beziehung ging nicht!
Zögernd ließ Shinji ihn los, aber nur um sich, als sie beide wieder standen, erneut an Kaworu zu heften.
„ Schon besser!“
Während sie so gingen, blickte Kaworu kurz zu seinem Freund hinunter, der seinen Arm im Besitz nahm.
„ Wieso geht so eine Beziehung eigentlich nicht? Obwohl wir uns mögen, können wir doch nicht... Er ist aber schon ganz niedlich und kann so schön rot werden! Ach was, es ist so und es bleibt so!“
Was er nicht wusste war, das er Shinji ebenfalls interessierte. Mit der Zeit begann dieser etwas für das Fifth Children zu empfinden. Doch auch er bezweifelte, daß Kaworu tiefe Gefühle für ihn empfand. Aber er wußte, daß da doch was war, wenn auch nur von seiner Seite. Und das er sich immer an ihn schmiegte bewies doch auch einiges.
Da beide ihren Gedanken nachhingen, sprachen sie den ganzen Weg lang nichts.
Als sie an der Apartmenttüre ankamen, legte Shinji nur zögernd seine Hand auf den Türknauf. Da die anderen wahrscheinlich bereits da waren, brauchte er seine Karte nicht. Sein Begleiter bemerkte dies und legte ihm seine Hand auf die Schulter.
Beruhigend streichelte er sie.
„ Keine Angst, ich bin mir sicher sie freuen sich dich wieder zu sehen.“
„ Meinst du?“ Shinji dachte gerade daran, was Asuka ihm
wohl „sagen“ wird.
Da sind ja sämtliche Engel zusammen noch harmloser als die...
Diese Gedanken bauten ihn auch nicht gerade auf und er nahm seine Hand wieder von der Tür weg.
„ Ich weiß daß, das was ich mir immer vorstelle wahrscheinlich nicht passieren wird aber, ich klammere mich daran. Das ist schon oft passiert und ich hatte Angst. Deshalb bin ich früher manchmal auch weggelaufen. Ich hatte, habe, nie den Mut mich dem zu stellen was mir Furcht bereitete.
Auch wenn ich weiß, daß vor mir etwas Gutes liegt.... nach dem Guten folgt aber meistens etwas schlechtes, schlimmes...“
Shinji schaute nach unten.
Traurig sah ihn Kaworu an. Dann schlang er plötzlich seine Arme um Shinjis Körper.
„ Das auf was Gutes das etwas Schlechtes folgt ist klar aber, man kann mit den schönen Erinnerungen an das Gute auch das andere überstehen.“
Shinji zuckte zusammen, als er wieder die Wärme von vorher spürte.
Er entspannte sich aber und legte den Kopf in den Nacken, so das er die Haare seines Freundes an seiner Wange spürte.
„ Schöne... Erinnerungen?“
„ Genau!“
Kaworu ließ kurz los, worauf er von Shinji einen leisen Protestlaut erntete, drehte dann aber den Kopf zu der Wange des braunhaarigen Jungen und küßte ihn kurz auf die Wange.
„ Ahh... Kaworu- kun?...“
Wie gelähmt stand Shinji da(was mit seinem Kopf passiert muß nun wirklich nicht erklärt werden, ne?), die Arme seines Freundes zogen sich langsam von seinem Körper zurück.
„ So, wenn wir hier draußen nicht vergammeln wollen, dann sollten wir hineingehen!“
Kaworu blickte Shinji lächelnd an.
Die Starre, die dessen Körper blockierte ließ nach.
„ Warum hat er das getan, wie vorher auf dem Bett. Wird er das noch öfters machen?“ Dieser Gedanke ließ sein Herz schneller schlagen.
„ Shinji?“
Sein Freund neigte sich zu ihm hinunter.
„ Hai... g...gehen wir rein..“
Lieber nicht zu viel drüber nachdenken. Ich weiß ja nicht mal, ob er das überhaupt noch mal macht.
Mit diesem Gedanken und einem mulmigen Gefühl legte er seine Hand erneut auf den Türknauf und öffnete.
„ Jetzt sitzen wir schon seit einer Ewigkeit hier und warten! Wo sind die nur?!“
„ Ganz ruhig Misato. Sie kommen sicher bald zurück!“
Kaji versuchte Misato zu beruhigen, die genervt an einer neuen Dose Yebisu Bier nippelte.
Für Asuka war so eigentlich die Welt in Ordnung.
Kein nervender Shinji in der Nähe, aber dafür Kaji und sie hatte schulfrei.
„ Vielleicht übernachtet der Baka noch einmal bei Kaworu und kommt erst morgen!“
Sie hatte sich zurückgelehnt und drückte Pen Pen an sich. Diesem schien das zu gefallen, da Asuka nur ein einfaches Top trug und er mit dem Kopf auf ihrem Busen lag.
„ Dann hätte er wenigstens anrufen können!“
„ Er hat es wahrscheinlich vergessen, oder er will nicht mit uns sprechen!“
Asuka schien das Ganze nicht zu interessieren. Sie schaute die ganze Zeit nur Kaji an und fragte sich, weshalb er nicht mal mit ihr reden konnte.
„ Machst du dir denn überhaupt keine Sorgen um ihn. Er muss jetzt ja gar nicht bei Kaworu sein, sondern irgendwo anders!“
Misato sah sie ernst an.
Da drehte sich auch Kaji um.
„ Ich finde auch, du solltest dir auch Gedanken machen wo er sein könnte!“
„ Aaah!“
Sie sprang auf. Pen Pen hielt sie mit einer Hand fest.
„ Dreht sich hier alles nur um diesen Baka. Sogar wenn er nicht anwesend ist?!“
Asuka drehte voll auf.
„ Immer nur Shinji, Shinji, Shinji! Ist er was besonderes oder was?! Und dann sein Gomen! Immer nur Gomen! Mir reicht das! Ich hasse ihn, ich hasse ihn!!“
Mit diesen Worten schleuderte sie den armen Pen Pen, der schon die ganze Zeit wie wild gezappelt hatte, quer durch das Zimmer.
„ Aua!“
„ Hä?!“, Asuka blickte zur Tür,“ SHINJI?!“
Erst jetzt hatte sie ihn bemerkt. Ohne es zu wissen hatte sie Pen Pen genau in seine Richtung geworfen. Besser, genau in sein Gesicht.
Er und Kaworu, der verwirrt neben ihm stand, hatten soeben den Raum betreten.
Auf einen Schlag kehrten alle von Shinjis Asukaschreckvisionen zurück.
Pen Pen hatte sich wütend wieder in seinen Kühlschrank verzogen, nachdem Shinji ihn hinunter ließ.
„ O..o haiyo..“
„ Shinji!“
Misato sprang auf und rannte auf ihn zu.
Sie umarmte ihn stürmisch.
„ Shinji wo bist du nur gewesen?! Ich habe mir solche Sorgen gemacht!“
Jetzt bemerkte sie Kaworu der zufrieden neben ihnen stand.
„ Er war also die ganze Zeit über bei dir!“
„ Hai und jetzt hab ich ihn zurückgebracht!“
„ Arigato gozaimasu!“
Sie wandte sich wieder Shinji zu.
„ Und du hörst mir jetzt einmal gut zu! Als ich sagte, ich mache mir Sorgen, da warst du, Shinji Ikari, damit gemeint. Mir ist die wahre Person lieber als der Pilot und es tut mir leid, wenn du es falsch aufgefasst haben solltest.“
Shinji sah sie an und plötzlich brachen Tränen aus. Er erwiderte ihre Umarmung heftig.
„ Ach, was für ein schönes Familienbild!“
Auch Kaji war aufgestanden und betrachtete die Szene amüsiert.
Aber auch Asuka stand daneben und murmelte etwas wie:“ Willkommen zurück, Baka Shinji.“
„ Ich glaube, ich bin hier überflüssig!“
Kaworu machte eine Geste daß er gehen wollte, da wurde er von Shinjis Hand gepackt.
„ Nein, bleib bitte noch hier.“
Er löste sich von Misato und sah seinen Freund bittend an.
„ Genau, bleib doch noch etwas. Ich muss mich schließlich revanchieren, daß du auf Shinji aufgepasst hast, oder?!“
Misato hatte den Blick ihres Schützlings gesehen und schaute nun auch Kaworu an.
„ Nun, wenn's erlaubt ist, okay!“
„ Super!“ Shinji lächelte.
„ Baka!“ Asuka mischte sich ein und packte Shinji an der Schulter.
„ Ich muss mit dir reden, jetzt!“
„ Äh...“
Ohne ein weiteres Wort, zog sie ihn mit sich.
In einem anderen Raum schloss sie die Türe ab.
„ Also Baka, wieso bist du einfach abgehauen?! Misato hat mich die ganze Zeit genervt und dann musste ich dich extra suchen gehen!“
„ Ich.. also, ich war wütend, weil du mich so angekeift hast.“
„ Ich“, Asuka griff nach seinem Hemd, „du hast doch angefangen!“
„ Nein!“
„ Doch und dann bist du abgehauen! Wiest du wie lange wir nach dir gesucht haben?! Wir waren bei Kaworus Wohnung und ihr wart nicht da!“
Plötzlich musste Shinji wieder lachen.
„ Was lachst du so blöd?!“
„ Du hast dir also Sorgen um mich gemacht!“
„ Nein hab ich nicht!“
Jetzt wurde sie rot.
„ Doch!“
***BANG***
Asuka knallte ihm eine.
„ Sag das nie wieder verstanden?!“
„ Aua! Gomen!“
„ Argh, Baka, willkommen zu Hause!“
Sie drehte sich um, schloss die Tür auf und verließ das Zimmer.
Shinji schaute ihr nach. Diese Kopfnuss von ihr war gar nicht so schmerzhaft wie die anderen, die sie ihm immer gab.
„ Sie hat sich wirklich Sorgen gemacht. Warum ist eigentlich Kaji hier?“
Auch er ging hinaus.
Währendessen hatten sich die anderen an einen Tisch gesetzt und unterhielten sich.
Kaworu konnte sich dagegen wehren, daß Misato ihm eine Dose Bier offerieren wollte. Sie und Kaji jedoch, lehrten das Zeug, sichtlich erleichtert über Shinjis Rückkehr, in einem Zug hinunter.
„ Also, nochmals danke, daß du auf Shinji aufgepasst hast!“
Misato machte griff sich eine neue Dose.(die kann saufen wie ein Loch!)
„ Schon gut, mir hat es Spaß gemacht!“
„ Ihr scheint euch gut zu verstehen, was? Ich finde es schön, daß er jemanden gefunden hat, der ihn akzeptiert außer uns!“
„ Wirklich“, Kaji stellte seine Dose ab,“ wenn ihr ihn akzeptiert, weshalb ist er dann weggelaufen?!“
„ Misch dich da nicht ein!“
Misato sah ihn mit einem eisigen Blick an.
„ Über was streitet ihr euch wieder?!“
Asuka kam herein und setzte sich neben Kaji.
„ Ach nichts wichtiges, aber was hattest du dann wichtiges mit Shinji zu besprechen?!“
Asuka, super froh, daß Kaji mit ihr sprach, lehnte sich an ihn.
„ Auch nicht wichtig, Kaji- san!“
„ Sie wollte nur kurz was besprechen!“
„ Konnichiwa Shinji- kun!“ Kaji begrüßte den Jungen freundlich.
Dieser betrat ebenfalls soeben den Raum.
Er setzte sich neben Kaworu.
„ Wißt ihr was, zur Feier des Tages, könnten wir doch irgendwo essen gehen?!“
Dies war wohl die erste Frage von Misato, bei der alle zustimmten.
„ Okay!“
„ Mmm, Misato! Ich kann es mir schon vorstellen! Du, in einem schönen, eleganten Abendkleid. Wir beide auf der Terrasse und dann...!“
Kaji spitzte seine Lippen und wandte sich Misato zu.
„ Vergiss es!!!“, schrie sie und klatschte ihm eine Ohrfeige ins Gesicht.
Alle begannen zu lachen.
„ Wir gehen nicht so schick aus, Das können wir uns nicht leisten! Ein kleines Restaurant tut es auch!“
Die Kirchturmuhr zeigte 8.45 Uhr, als die kleine Gesellschaft sich in einem kleinen Lokal niederließ.
Asuka konnte es nicht lassen und kleidete sich so, als wolle sie zum Ball einer
Königin. Sie brauchte allein im Bad eine halbe Stunde.
Der Kellner brachte die Speisekarte.
Sie waren erstaunt über das riesige Angebot. Das Kantinenfutter bei Nerv konnte man ja gerade noch als essbar bezeichnen und Shinji konnte mit dem niedrigen Budget kein Meistergericht auftischen.( bei Misato gibt's sonst nur instant Gerichte)
Kaji langte richtige zu und nahm gleich zwei Menüs auf einmal. Misato hatte schon ein Bild von einer Brieftasche mit zwei Flügeln vor sich, die davonflog. Sie hatte mit Kaji abgemacht, daß sie sein und er ihr Essen bezahlen würde. Das der Kinder würden sie gemeinsam berappen.
„ Hä, hä, hä, Rache ist süß!“, dachte sie mit einem fiesen Grinsen.
„ Ich nehme erst mal Menü 1 und dann noch 4 und 6. Dazu eine Flasche Wein!“
„ Oh!“ Kaji bemerkte was seine Freundin vorhatte und beugte sich zu ihr hinüber.
„Du willst mich also herausfordern! Ich mag Frauen mit Kampfgeist! Na gut!“
Erneut ergriff er die Menükarte.
„ So, ich werde noch Nr. 9, 3 und 12 nehmen, mh, dazu ein Flasche Bordeaux. Zum Dessert einen Chapuccino und ein Stück Schwarzwäldertorte.“
„....“ Misato schaute ihn entgeistert an.
„ Ha, ha, ha!” Kaji grinste sie hämisch an.
„Glaub bloß nicht, ich gebe mich geschlagen!“
Elegant klappte sie nochmals die Karte auf.
„ Ich werde auch noch Nr.5, 8 und 2 nehmen. Ebenfalls einen Chapuccino. Dazu ein Zitronen Sorbet mit Wodka und eine Flasche Parolo.“
(Anm. d. A: ich tische hier irgendwelche Gerichte auf, die es nicht
unbedingt in Japan geben muß!)
Asuka, Shinji und Kaworu blickten verstört zu den „Erwachsenen“.
Die drei hatten sich für ein kleines Menü entschieden, während Kaji und Misato die ganze Speisekarte rauf und runter bestellten.
„ Ich will gar nicht an die hohe Summe denken!“ Shinji stöhnte.
„ Die haben doch beide ein Rad ab!“ Kaworu konnte es nicht glauben, daß die zu Nerv gehörten.
„ Wenn die so weitermachen, können wir unser heutiges Essen und das für die nächsten paar Jahre abschminken!“ Mal wieder murrend sitzt Asuka daneben.
„ Kein Essen? Dann komm ich einfach wieder zu dir, wenn ich darf?!“
Shinji lachte den Jungen neben ihm an.
„ Sicher, du bist immer willkommen!“
Auch Kaworu lachte.
„ Ihr scheint euch ja mächtig gut zu verstehen!“
Asuka schaute nun zu ihnen und setzte ein Grinsen auf, als sie sich vorstellte, was die zwei Jungen wohl miteinander so alles angestellt hatten, als sie alleine in der Wohnung waren.
Kaji und Misato waren immer noch mit ihrem Wer- nimmt- das- teurere- Essen Krieg beschäftigt. Momentan konnte sogar Bill Gates diese Summe, zusammengezählt, nicht mal mehr bezahlen.
Sich die Hände reibend, stand der Direktor des Lokals daneben. Er spornte die beiden immer wieder an nicht aufzugeben. Das heisst für ihn: noch mehr Geld.
In Gedanken sah er sich schon in der Karibik mit den dazugehörenden Frauen.
Die drei Children wurden gar nicht beachtet.(was sollen wir schon mit
so kleinen Fischen?!)
Aber ihnen wurde es langsam genug und sie mischten sich ein.
„ Hey, Misato! Wollt ihr langsam nicht aufhören?!“
„ Nein, tut mir leid Shinji, aber ich werde mich nicht von dem Kerl unterkriegen lassen!“
Damit blockte sie ihn ab. Genau wie Kaji. Alle Versuche sie zum Aufhören zu bringen
schlugen fehl. Die beiden benahmen sich wie zwei kleine Kinder.
„ Eigentlich sind sie dann selbst schuld, wenn sie kein Geld mehr haben, aber das wir nachher auch darunter leiden müssen, ist die Hölle!“
Asuka kaute wütend auf ihrer Gabel herum.
Als sie die Speisekarte garantiert schon auswendig kannten, stand plötzlich Kaworu auf und packte die zwei Rivalen, bevor er sie kräftig durchschüttelte.
„ Jetzt hört mal gut zu! Findet ihr das was ihr hier treibt nicht auch schwachsinnig?!
Ihr veranstaltet eine richtige Essensschlacht! Wollt ihr das wirklich alles essen und bezahlen?! Ist es euch egal wenn ihr nachher Überstunden machen müsst, um
die dann entstehenden Schulden zurück zu zahlen?!“
Wütend schaute er sie an. Von dem sonstigen Lächeln war nichts mehr zu sehen und auch seine ansonsten ruhige Art war verschwunden.
Aber wenigstens schien Kaji und Misato sich zu besinnen und schauten beschämt auf ihre Teller.
„ Tut mir leid. Ich hab wohl ein bisschen(ein „bisschen“?!!) übertrieben.“
„ Tja, wir sind schöne Vorbilder, was?!“
„Beschränken wir uns auf etwas kleines!“ Misato griff sich die abgenutzte Karte, legte diese dann aber wieder hin.
„ Die brauch ich gar nicht! Ich weiß ja was drinsteht!“
Sie begannen zu lachen und es schien wieder alles in Ordnung zu sein, jedoch nicht für die Kellner und schon gar nicht für den Direktor.
Kaworu hatte ihr Geschäft vermasselt. Dieser wollte sich soeben wieder setzen, als die Kellnerschar auf ihn zu stampfte.
„ He, was soll das?! Wollt ihr nun die Bestellung aufnehmen?!“
Sie packten ihn am Arm.
„ Garantiert nicht! Weißt du, was du getan hast?! Wegen dir können wir jetzt kein großes Geschäft machen!“
„ Für euch wäre wirklich viel rausgesprungen, aber das hätten sie niemals bezahlen können und selbst ihr müsstet das begreifen!“
Taten sie aber nicht. Stattdessen schlug einer ihm ins Gesicht.
Er fiel nach hinten gegen den Tisch.
„ Aua! Geht ihr immer so mit euren Gästen um?!“
„ Kaworu ist alles in Ordnung?!“
Shinji sprang auf und schaute seinen Freund besorgt an.
Die anderen Gäste drehten sich ebenfalls um. Einige begannen aufgeregt zu tuscheln.
Den Kellnern schien das wenig auszumachen.
Wütend schauten sie den grauhaarigen Jungen vor sich an.
„ Wieso haben sie das getan?!“, zischte dieser plötzlich.
Bisher hatte er seinen Blick auf den Boden gewandt, doch nun funkelte er
die Männer an.
„ Wieso?! Was glaubst du wohl?! Du hast dich in unsere Sache eingemischt!“
Nun wurde auch Shinji wütend.
„ Ist das ein Grund gleich jemanden zu schlagen?!“
„ Halt du dich da raus! Ihr Kinder mischt euch immer in Dinge ein,
die euch nichts angehen!“
„ Das war ja wohl sein Recht!“
Kaji und Misato, die bisher nur daneben saßen, standen auf.
Auch ein paar Leute ringsherum hatten sich um den Tisch gescharrt.
Manche blickten erstaunt, andere wiederum wütend.
„ Sie sollten sich wirklich entschuldigen!“
„ Tun wir nicht! Er ist ganz selbst schuld!“
Abschätzig schauten sie Kaworu an.
„ Ihr Arroganten.....!“
Der Junge knirschte wütend.
Shinji erschrak ein wenig.
Er hatte sicher gemerkt, daß sein Freund nicht immer ruhig sein konnte, aber das er gleich so ausrasten konnte....
„ Ach halt's Maul!“
Ein Kellner machte Anstalten noch mal zu zuschlagen, als Kaworu ihn festhielt.
„ Machen sie das nie wieder!“
Seine Stimme war nur noch ein Flüstern.
Seinen Gegner kümmerte das wenig und er rammte ihm die Faust direkt in die Magengegend.
Als der Junge sich krümmte, schlug er ihm mit volle Wucht auf den Rücken.
Kaworu wurde auf den Boden geschmettert.
„ Kaworu!!“
Entsetzt beugte Shinji sich zu ihm hinunter.
Sein Freund atmete schwer und Shinji konnte schwören, daß er Blutflecken sah.
„ Das hat er nun davon!“
Die Leuten um sie schrien teilweise erschreckt auf.
Immer wieder hörte man ähnliches wie: „ Der arme Junge“, oder: „Was soll das“.
Kaworu rappelte sich mühsam auf. Shinji stützte ihn.
Beide funkelten sie die Männer vor ihnen an.
Sie hatten den ganzen Spaß verdorben. Sie wollten nur einen schönen Abend mit den anderen verbringen und sich amüsieren, jedoch konnte man das jetzt nicht mehr sagen. Mit Friede, Freude, Eierkuchen, war es vorbei.
„ Das soll dir eine Lektion sein! Misch dich nie wieder in Sachen ein, die dich nichts angehen!“
Sie drehten sich um.
„ Warten sie...“
Kaworu richtete seinen Blick nicht auf sie, doch als sich seine Schläger zu ihm drehten, schaute er sie mit einem Blick kälter als Eis an.
Tatsächlich, die Kellner wichen ein wenig zurück.
„ Sie haben mich nun wirklich sehr wütend gemacht...“
Er sprach mit einer bedrohlichen Stimme, die auch Shinji zusammenzucken ließ.
„ Du.. bist.. selber... schuld..“
Die Selbstsicherheit in den Stimmen der Männer war verschwunden.
Jetzt hatten sie Angst.
Langsam stand der grauhaarige Junge ganz auf.
„ Lilim wie ihr verdient es nicht zu leben.“
„ Wie?!“
Er streckte einen Arm aus, in Richtung seiner Gegner.
„ Was soll das Kaworu- kun?!“
Ängstlich blickte Shinji ihn an, dieser entgegnete jedoch nichts.
Ganz kurz, nicht mal eine Sekunde lang, so schien es, bewegte Kaworu seinen Arm.
Das letzte woran sich Shinji erinnern konnte, war ein grelles Licht und ein Lächeln auf dem Gesicht seines Freundes. Es war jedoch nicht das warme Lächeln von sonst. Nein, es war eher ein böses Lächeln. Er wollte Rache nehmen.
Dann wurde ihm schwarz vor Augen.
Einsam stand Kaworu in den Trümmern des Restaurants. Um ihn herum lagen Menschen am Boden. Langsam senkte er seinen Arm.
„ Manche Lilim haben es wirklich nicht verdient zu leben.“
Er beugte sich zu einer braunhaarigen Gestalt neben ihm hinunter. Er nahm sie in die Arme uns strich ihr sanft durchs Haar.
„ Tut mir leid, Shinji- kun. Tut mir leid, das du jetzt vielleicht leiden mußt, aber...“
Sein Blickt schwenkte wieder nach vorn, zu ein paar großen männlichen Körpern.
„ Sie wollten es nicht anders.“
Behutsam legte er den leblosen Körper wieder auf den Boden zurück.
Er stand auf. Kurz schnippte er mit den Fingern.
Blaue Kugeln umrandeten die Körper der herumliegenden Personen und stiegen in den Himmel hinauf.
Es sah aus, wie ein Schwarm Seifenblasen die langsam ihre Freiheit suchten.
Shinjis Körper blieb aber noch zurück.
Kaworu schritt auf die einzigen Menschen zu, die sonst noch am Boden lagen.
Die Kellner.
„ Ihr Elenden“, er wurde lauter, „ Wieso seid ihr so böse?! So habt ihr nichts anderes als den Tod verdient!“
Er griff sich einen Körper uns stutzte.
Das Hemd war teilweise gerissen und gab den Oberkörper des Mannes frei.
„ Ich glaub es nicht! Roboter!“ Eine Metallschicht und Schrauben zierten die Brust.
Langsam verstand er.
„ So sind die Lilim also...“
Etwas weiter entfernt lag der Direktor.
„ Du hast sie dir angeschafft. Sie sind nur billige, erschaffene Wesen...“
Erneut stutzte er.
War er nicht auch erschaffen worden? Erblickte er das Licht der Welt nicht
in einem Labor?
Es stieg wieder Unklarheit in ihm auf.
„ Eigentlich bin ich nicht besser als die. Ich bin auch erschaffen worden und ich habe Menschen verletzt. Ich habe sogar jemanden verletzt den ich sehr mag.“
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht.
„ Einfach das Café in die Luft zu jagen... wie dumm von mir..“
Nun wandte er sich wieder den Robotern zu.
„ Ihr seid daran aber nicht unschuldig! Ich glaube es ist das Beste, wenn ihr
nicht mehr existiert!“
Er streckte seinen Arm auf sie und wieder ein grelles Licht, gefolgt von einem Knall.
Übrig blieb nicht mal ein wenig Asche. Zufrieden betrachtete Kaworu es.
Aber er merkte nun auch, daß er ebenfalls eine Bedrohung darstellte.
Betrübt sah er auf seine Hände. Wäre es nicht besser auch zu gehen. So könnte er verhindern, daß seine Freunde verletzt werden. So etwas wie das eben würde nicht mehr geschehen. Er wollte nicht, daß es wegen ihm noch mehr Tote gab.
„ Mit meinen Kräften als Engel bin ich zu gefährlich. Wahrscheinlich ist es besser, wenn ich auch verschwinde. Sterbe...“
Er ging zurück zu dem braunhaarigen Jungen.
„ Du kommst sicher auch ohne mich aus... wirst mir wahrscheinlich sehr fehlen.
Ich glaube, das was ich für dich empfinde, übersteigt normale Freundschaft. Sagen konnte ich es dir nicht, da ich nicht zu meinen Gefühlen stehen konnte...kann. Das du auch etwas für mich empfindest habe ich abgestritten. Es wäre zwar schön gewesen, aber...du bist ein Lilim, ich ein Engel, das geht nicht. Richtig verstanden haben ich meine Empfindungen für dich nie, aber ich weiß, sie sind stärker
als alles andere!
Vielleicht, so etwas ähnliches wie Liebe. Ich weiß es nicht, aber ich hoffe einmal eine Antwort darauf zu finden.“
Es stiegen Tränen in seine Augen, die über seine Wangen liefen und dann auf Shinjis Körper fielen, über den Kaworu sich gebeugt hatte.
„ Leb wohl Shinji. Ich wünsche zwar es könnte noch weiter gehen, aber das ist nun mal mein Entschluß.“
Traurig blickte er den Jungen an.
Er erinnerte sich daran, wie Shinji in seinem Bett lag nachdem er spät
abends zu ihm kam.
Da war alles noch in Ordnung. Dabei war das erst gestern!!
Wie schnell sich alles verändern konnte...
Er wollte sich aufrichtigen, beugte sich dann wieder zu Shinji hinunter und drückte ihm kurz einen Kuß auf die Lippen.
Ein letztes Mal betrachtete er seinen Freund und stand dann auf.
Er flog in den nächtlichen Himmel hinauf, bis er sich sicher war, genug Entfernung zu haben.
Ein weißes Licht umhüllte ihn. Er schloß die Augen. Eine letzte Träne fiel gen Boden, bevor er ganz von Licht umgeben war.
Das nächste was man in Neo Tokio 3 hörte, war ein lauter Knall. So laut, das man ihn auch über die Grenze Japans hören konnte.
Für ein paar Sekunden wurde es wieder taghell.
Wahrscheinlich war das dafür verantwortlich, daß Shinji genau dann erwachte.
Die anfängliche Dunkelheit die ihn umgab, wich einem grellen Licht.
Sand wurde aufgewirbelt.
„ Kaworu?!“
Er wurde geblendet und von einem starken Wind zu Boden gedrückt.
Shinji verlor erneut das Bewußtsein.
Er öffnete die Augen. Sein Blick fiel als erstes auf die Zimmerdecke.
Zuerst glaubte er, es sei die Decke im Krankenhaus, doch dem war nicht so.
Er kannte sie. Er kannte dieses Zimmer. Sein Blick fiel nun auf die Tür.
Langsam stand er auf, schlich zu ihr hin und machte einen Schritt auf den Flur. Freude stieg in ihm auf und er hoffte, daß in der Küche sein Freund steht und das Frühstück vorbereitet. Freudig wartete er auf das „ o- haiyo- gozaimasu“.
Tatsächlich stand dieser in der Küche, konnte ihn aber nicht sehen, da er mit dem Rücken zu ihm stand.
Shinji sprang zu ihm und umarmte ihn von hinten.
„ Morgen Kaworu!“
„ Anta Baka was soll das?! Du hast wohl was an den Augen?!“
„ Wa...?!“ Der Junge schreckte auf und kapierte wo er sich befand.
Er stand in der Küche von Misatos Wohnung und die Person die er umarmte war...
„ Asuka?!!“
„ Hast du es endlich geschnallt?! Laß mich los, Baka!“
Perplex ließ er sie los. Er hätte schwören können, daß er bei Kaworu zu Hause war.
„ Hey, was ist denn los?! Oh Shinji, Guten Morgen!“
„ Mi... Misato?!“
„ Hai! Du magst dich nicht an alles erinnern, oder?! Ist ja eigentlich kein Wunder!“
„ Nani?!“
Er lehnte sich an die Wand.
„ Baka, du warst ohnmächtig und hast fast zwei Wochen durch geschlafen.“
Asuka griff sich die Cola, die sie aus der Küche holen wollte(die würde ja sonst nie freiwillig etwas anderes als das dort wollen ^_^) und verschwand in ihr Zimmer.
„ Ich habe so lange geschlafen?!“
„ Genau! Nach diesem Vorfall im Café, fanden wir uns alle auf einer Wiese etwas außerhalb wieder. Du wurdest zwischen den Trümmern gefunden. Der Direktor des Betriebs sowie die Kellner wurden nicht gefunden. Genau wie...“
Misato wurde von Shinji unterbrochen.
„ Wo ist Kaworu?!“
„ Kaworu... ihn hat man auch nicht mehr gefunden. Aber während wir geschlafen haben, soll es einen lauten Knall gegeben haben und der Himmel begann zu leuchten.“
„ Aber was ist passiert?!“
„ Das weiß niemand so genau.“
„ Kaworu- kun! Wieso hat man ihn nicht gefunden?! Hat man ihn überhaupt gesucht?!“
Misato sah ihn nun ernst an.
„ Die Leute waren so verängstigt von dem Geschehen, daß man nicht an Überlebende gedacht hat. Er wurde noch am selben Abend für Tod erklärt.“
„ Was?!“ Shinji war den Tränen nahe.
„ Kaworu ist nicht.. er ist nicht...“
Um ihn zu beruhigen nahm Misato ihn in den Arm.
„ Ich weiß er hat dir viel bedeutet, aber es gibt noch etwas, was du wissen solltest.“
Doch der Junge hörte nicht mehr zu. Die Tränen fanden ihren Weg nach draußen.
„ Er ist nicht... er ist nicht... Tod.“
Er wimmerte nur noch.
„ Shinji“, Misato packte ihn an den Schultern und sah ihm in die Augen, „ hör mir zu!“
Der braunhaarige Pilot zuckte zusammen.
„ Wir haben seitdem einige interessante Sachen erfahren! Weißt du eigentlich, wer Kaworu wirklich war?! Wahrscheinlich nicht! Er war ein Engel! Der Siebzehnte
und Letzte!“
„ Wie?!“
Verwirrt sah er ihn ihre aufgeregten Augen.
„ Es ist wahr! Und wir gehen davon aus, daß er sich selber in die Luft gesprengt hat!
Weshalb wissen wir nicht, es ist aber die einzige Möglichkeit, diese gewaltige Energie zu erklären, die während der „ Explosion“ freigesetzt wurde!“
Shinji stand am Strand. Er hatte diese Ereignisse noch nicht ganz verarbeitet. Das was ihm Misato gestern gesagt hatte, überraschte ihn ziemlich.
Sein bester Freund war ein Engel und der hatte sich in die Luft gesprengt. Schon jetzt wußte er, daß Kaworu ihm schrecklich fehlen wird. Er war nicht wütend auf ihn, weil er ihm nicht gesagt hatte, wer er wirklich war. Es war eine schöne, jedoch leider nur kurze Zeit mit ihm. Shinji gab die Hoffnung an ein Wiedersehen früh auf. Seine Mutter hatte er, nachdem sie gestorben war, ja auch nicht mehr gesehen.
„ Kaworu- kun... Wieso ist das nur passiert?! Wieso hast du dich umgebracht?!“
Zwar wußte er, wenn es herausgekommen wäre, was Kaworu wirklich war und dieser noch leben würde, wäre es auch nicht mehr so wie früher gewesen.
Traurig setzte er sich auf den Boden.
Er hatte die Nähe des grauhaarigen Jungen gemocht und er war sich sicher etwas festes für den Jungen empfunden zu haben. Das tat er jetzt noch.
So etwas war ihm unbekannt gewesen. Asuka fand er hübsch, auch Rei gefiel ihm auf eine Art. Aber stärkere Gefühle hatte er nie für einen der beiden gehegt.
Bei Kaworu war das was ganz anderes.
Orange Strahlen fielen ihm ins Gesicht.
Der Sonnenuntergang. Das Meer schimmerte wunderschön.
In Shinji kam die Erinnerung hoch, wie er und Kaworu sich den gemeinsam betrachteten. Aber genauso das Versprechen: „ Den Sonnenuntergang sehen wir uns irgendeinmal gemeinsam am Strand an! Versprochen!“
„ Du hast gelogen! Was soll ich jetzt nur tun?!“
Auch diesmal konnte er seine Tränen nicht zurück halten.(der weint echt viel! -_-)
Nach ein paar Minuten, als die Sonne sozusagen bis zur Mitte im Meer versunken war, glaubte Shinji etwas zu hören. Der Wind, den man bisher nur leicht spürte begann heftiger zu blasen.
„ Lebe weiter!“
„ Huh?!“ Shinji sprang auf.
„ Sei nicht traurig Shinji- kun! Genieße das Leben, den du bist es wert!“
„ Kaworu- kun, bist du es?! Wo bist du?!“
„ Immer bei dir! Bitte sei nicht traurig!“
Der Wind wurde ruhiger und die Stimme leiser.
„ Warte, Kaworu! Ich muß dir was sagen!“
„ Sei nicht traurig. Leb wohl...“
Mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne, erlosch auch die Stimme.
„ Warte...“
Doch es blieb still.
Für ein paar Minuten blieb der Junge mit gesenkten Blick regungslos stehen.
Dann drehte er sich plötzlich um.
„ Ich habe verstanden Kaworu! Ich werde das Leben genießen!“
Und in Gedanken fügte er hinzu:“ Und irgendwann sehen wir und wieder, Garantiert!“
Er beschloß ihm dann zu sagen, was er jetzt nicht sagen konnte und bis dahin würde er einfach leben und das tun was man von ihm verlangte.
Eigentlich war der Sonnenuntergang schon vorbei, aber als Shinji das rief, strahlten plötzlich noch alle Strahlen hinter dem Horizont hervor,
als wollten sie sagen: „ Mach das!“
*** OWARI ***
So, fertig!
Ugh, gegen Ende war's so richtig kitschig, oder?!
Ich danke allen die sich bis hierhin durchgekä... äh, gelesen haben!
ARIGATO! ^_^
Vielleicht habe ich ein bißchen zu schnell abgekappt(d. h. das Ende kam zu schnell), aber es wäre sonst ein halber Roman geworden.
Es ist ohnehin jetzt schon eine ziemlich große Geschichte und ich dachte sie hört nie auf^^.
Okay, mata ne und wie am Anfang: Her mit Feedback!
Akai