>kleiner Zeitsprung<
Eine halbe Stunde nach der Landung, fand sich Tabris auf dem Taxiparkplatz wieder. Er sah wie Misato versuchte einem indischen Taxifahrer klarzumachen, wohin sie fahren wollten.
>>N-E-R-V, verstanden? Nerv,,ja?<< sagte sie gereizt und fuchtelte mit einer Stadtkarte vor der Nase des verwirrten Fahrers herum. Tabris wandte seinen Blick gen Himmel.
Die Sonne strahlte und keine einzige Wolke schwebte am blauem Himmel. Im Norden sah er Hochhäuser in den Himmel ragen und ab und zu flogen kleine Vögel an ihnen vorbei und ließen ihr aufgeregtes Zwitschern erklingen. Dieser Augenblick sollte für immer in Tabris´ Herz in Erinnerung bleiben, der Augenblick, an dem er das erste mal eine neue, völlig fremde Welt für sich entdeckt hatte... Plötzlich wurde er auch schon wieder aus seiner Trance gerissen, als eine schrille Autohupe ertönte. Er wandte sich zu einem schwarzen Auto um aus dem eine junge Frau stieg. Ihre Haare schimmerten golden in der Sonne und ihre blauen Augen glänzten, doch auf Tabris machte sie einen eher traurigen Eindruck...
>>Soryu!<< rief Misato erfreut, die schon längst aufgegeben hatte mit dem Inder zu diskutieren, packte Tabris grob am Handgelenk und schleifte ihn zu der fremden hinüber.
>>Was für ein Glück, dass du da bist. War schon am verzweifeln.<<
>>Hallo, kommt mit ich fahr euch...<< sagte die Frau ohne Tabris zu beachten. Sie stiegen in den Wagen, schnallten sich an und Soryu ließ den Motor anspringen und fuhr los.
Nach einiger Zeit unterbrach Misato die Stille, die im Wagen herrschte. Sie flüsterte zu Soryu, welche Tabris flüchtig durch den Rückspiegel sehen konnte. Er tat so, als ob er gedankenversunken aus dem Fenster starrte und horchte aufmerksam...
>>Wie geht es Shinji?<< fragte Misato.
>>Es geht so. Rei ist bei ihm, sie wird das schon hinkriegen.<< antwortete Soryu.
>>Und Ikari?<<
>>Hat sich nach Hause verzogen. Denkt gar nicht daran,Shinji zu besuchen. Dafür ist ihm aber Rei-Chan abgehauen. Sie ist wohl auch bei Shinji.<<
Misato nickte und schaute wieder nach vorne auf die Straße.
Tabris runzelte die Stirn. Er kannte all diese Menschen nicht und doch kamen ihm ihre Namen sehr bekannt vor...
Er dachte angestrengt nach.>>Rei...wer ist Rei?<< dachte er und konnte sich beim besten Willen niemanden unter diesem Namen vorstellen. Dann fiel ihm der Traum ein, den er verloren in der Wüste gehabt hatte. Er hatte viele fremde und doch bekannte Gesichter gesehen... Ein Gesicht davon, müsste das von dieser Rei sein...doch welches?
Egal, in diesem Moment schlug Tabris´ Herz fünf mal schneller, als normal. Dieses Gefühl, welches in ihm lag, war eine Mischung aus Angst, Vorfreude und Verzweiflung... Er wollte endlich Klarheit über seine Vergangenheit und ... über seine Zukunft.
So, dass war´s erstmal. Ich weiß,wieder mal ziemlich kurz aber immer hin besser, als gar nichts, oder?
More to come
by Süsell